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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

Földes, Finanzwissenschaft. 
19 
ß. IV. Abschnitt. Das Prinzip der Steuerprogression. 
289 
der Steuerfuß regressiv sein müßte, ja die Steuersumme sogar un 
veränderlich bleiben müßte. 
Übrigens muß auch die strenge mathematische Durchführung 
der Progression nicht unbedingt bis hundert Prozent führen und 
das ganze Einkommen verschlingen, wenn nämlich das System des 
Staffeltarifes Anwendung findet, wobei jede höhere Steuerstufe 
nur die auf dieser Stufe stehenden Einkommen ergreift. Auch in 
sofern hat die Progression eine Grenze, als es nicht tunlich ist, 
solche Steuergruppen zu bilden, in welche nur wenige Personen 
gehören, da dies sonst den Charakter individueller Verfolgung be 
sitzen würde. Man würde leicht die Dahingehörigen mit Namen 
bezeichnen können. Auch deshalb wird die Progression nicht zu 
scharf sein dürfen, weil dies jedenfalls die Gefahr der Steuer 
entziehung erhöhen würde. 
Tatsächlich waren die höchsten Steuerfüße der Einkommen 
steuer (vor dem Weltkriege): 
in Sachsen 3 Prozent 
„ Preußen 4 „ 
„ Österreich und Ungarn 5 „ 
Auch in dem Umstande liegt noch eine besondere Mäßigung 
des Steuerfußes, daß in den einzelnen Steuergruppen, sofern der 
Steuerfuß nicht in Prozenten, sondern in Sätzen ausgedrückt ist, 
der Steuerfuß degressiv wirkt; wenn z. B. der Steuersatz der gleiche 
ist für Einkommen von 400000—500000 Mark, so ist natürlich 
innerhalb der Grenzen der Steuerfuß kein progressiver, sondern 
ein proportionaler. 
Unzweifelhaft muß die Progression bei einem gewissen Punkte 
Halt machen. Doch ist auch dies nicht willkürlich und mit folgen 
dem zu erklären. Vor allem mit dem von Neumann auf gestellten 
Prinzip, der dem Satze von der „Gleichheit der Opfer“ den Satz 
von der gerechten „Verteidigung des Erwerbes“ gegenüberstellt, 
wonach unter normalen Verhältnissen der Staat nur einen rationell 
bestimmten Teil des Einkommens für seine Zwecke in Anspruch 
nehmen darf. Eine andere Argumentation läßt sich aus der Grenz 
nutzentheorie schöpfen. Nachdem mit zunehmender Menge der 
Güter der Wert der Einheit abnimmt, so bedeutet die Vermehrung 
des Einkommens über eine gewisse Grenze hinaus keine größere 
Kraft, wenigstens keine meßbare Kraft, da auch die Bedürfnisse 
eine gewisse Grenze setzen. Auch bei größeren Einkommen läßt 
sich die Bedürfnisbefriedigung nicht weiter verbessern. Über diese 
Grenze hinaus sind die Einkommen noch quantitativ verschieden,
	        

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Secretarial Practice. W. Heffer & Sons Ltd, 1930.
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