Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

B. V. Abschnitt. Steuerfreiheit des Bxistenzminimums. 
303 
gleichfalls Opfer bringen muß, ja viel größere, als für andere Be 
dürfnisse. Im staatlichen Gemeinschaftsleben hat aber der Staats 
bürger, das darf nicht vergessen werden, im Interesse des Staates 
außer der Steuer noch andere Opfer zu bringen, Naturalgaben oder 
Naturaldienste, so die Kriegsleistung, der Militärdienst. Ja er 
bringt auch Geldopfer, da ja überall außer den direkten Steuern 
auch indirekte bestehen, von deren Bezahlung der Natur der Sache 
nach in der Begel niemand befreit werden kann; ja wie darauf 
bereits hingewiesen wurde, bei den indirekten Steuern bringen die 
kleineren Einkommen oft unverhältnismäßig große Opfer, als Klasse 
in der Begel größere als die wohlhabenden Klassen. Auch ist in 
Betracht zu ziehen, daß sofern der isolierte Mensch im Urwalde 
der Verteidigung größere Opfer bringt als der Ernährung, die 
Solidarität des gesellschaftlichen Lebens es eben mit sich bringt, 
daß jeder nur seiner Leistungsfähigkeit gemäß in Anspruch ge 
nommen wird und der eine ersetzt, was der andere zu leisten nicht 
imstande ist. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der Staat 
nur so bestehen kann, wenn die physische Existenz der Bevölkerung 
gesichert ist, und so können jene Staatsbürger, deren Einkommen 
bloß hierzu ausreicht, anderweitig nicht in Anspruch genommen 
werden. 
Die Steuerfreiheit der kleinen Einkommen rechtfertigen auch 
gewisse steuertechnische Momente. Gegenüber den unteren Stufen 
der Gesellschaft ist die Steuerumlegung und die Steuereinhebung 
mit größeren Schwierigkeiten und Kosten verbunden. Die kleineren 
Wirtschaften sind viel schwerer in Evidenz zu halten, namentlich 
bei der großen Fluktuation der Bevölkerung; größere Schwierig 
keiten verursacht die Berührung mit den Behörden, ebenso die 
Steuerzahlung usw. Bei der geringeren Orientiertheit und be 
scheidener Position der schwächeren Steuerkräfte wird die Steuer 
zahlung an Mühe und Zeit von denselben größere Opfer verlangen; 
der Verlust eines halben Tages mag die Steuerlast schon um 100 
Prozent erhöhen. Die unteren Klassen sind in den Steuergesetzen 
weniger bewandert und sind darum Ungerechtigkeiten mehr aus 
gesetzt, gegen die sie sich nicht zu wehren vermögen, sie sind 
weniger bewandert im Kampf ums Becht und werden oft vergeblich 
denselben unternehmen. Kommt es zur Steuereintreibung, so kann 
die Feilbietung des armseligen Hausrates das Familienband zer 
stören und die Erwerbsfähigkeit untergraben. Die große Zahl der 
Steuersubjekte führt unbedingt zu oberflächlicher Einschätzung. 
Die Kosten der Steuereintreibung steigen oft bis 30 Prozent und 
mehr. Auch diese Umstände sprechen dafür, daß die kleinen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the first letter of the word "tree"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.