Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

20* 
B. VI. Abschnitt. Die volkswirtschaftlichen Postulate des Steuersystems. 307*'' 
{'i, 
Von volkswirtschaftlichem Standpunkte besitzen noch ^folgen 
den Umstände Bedeutung: richtige Wahl aller wichtigen TSkßtoren 
des Steuerwesens, aller wichtigen Elemente, so der Steuersuk^W^ ^ 
der Steuer Objekte, der Steuerquellen usw. Wohin eine schlechte 
Wahl der Steuerobjekte führt, dafür gibt es viele Beispiele. Als 
Mehmed Ali die Dattelpalmen besteuerte, wurden dieselben vom 
Volke ausgerottet, während eine doppelt hohe Grundsteuer keine 
nachteiligen Wirkungen hatte. Mit Becht sagt Quesnay, nicht die 
flöhe einer Steuer ist schädlich, sondern deren erpressende Art; 
nicht jede hohe Steuer aber ist erpressend und nicht jede er 
pressende Steuer ist hoch. 1 ) In Ungarn fand nach Schwartner der 
Maisbau deshalb so ausgedehnte Anwendung, weil vom Mais kein 
Zehent zu zahlen war, da er in den alten Rezensionen nicht vorkam. 2 ) 
Wir haben nur der negativen Forderungen Erwähnung getan, 
die sich aus den volkswirtschaftlichen Interessen ergeben, sie sind, 
wie erwähnt, von überwiegender Bedeutung. Doch können auch 
positive Forderungen aufgestellt werden. Wir können es als 
wünschenswert bezeichnen, daß die Besteuerung solcher Art sei, 
daß sie die volkswirtschaftlichen Interessen nicht nur nicht schädige, 
sondern positiv befördere. Jede Steuer fordert Opfer und so wird 
die Steuer unter allen Umständen die Produktionsfähigkeit, die 
Kapitalbildungsfähigkeit oder die Konsumtionsfähigkeit beein 
trächtigen. Trotzdem zeigt die Erfahrung, daß auf wenig kultivierte, 
wirtschaftlich untätige Völker die Steuerlast aneifernd einwirkt. 
Einen großen Teil der Steuereinnahme kann der Staat auf zweck 
mäßige wirtschaftliche Einrichtungen, auf Beförderung der Land 
wirtschaft, der Industrie, des Handels verwenden. Ein rationelles 
Zollsystem kann auf die Volkswirtschaft und auf einzelne Produk 
tionszweige günstig einwirken. Einzelne Verzehrungssteuern haben 
indirekt einen günstigen Einfluß auf gewisse Produktionszweige 
ausgeübt, so z. B. die Besteuerung der Rübe auf die Zucker 
industrie, freilich mit Verkürzung der Staatseinnahmen. Die Luxus 
steuern können dem frivolen Luxus einen Damm setzen. Die Be 
steuerung der Grundstücke kann einen günstigen Einfluß auf die 
Bewirtschaftung der Grundflächen, resp. in Städten auf die Be 
bauung der Hausstellen ausüben. Die Börsensteuer kann das 
zügellose Börsenspiel eindämmen. 
Wir können daher zusammenfassend sagen, die Besteuerung 
hat in jeder Richtung danach zu trachten, den Postulaten der 
Volkswirtschaft Geltung zu verschaffen. 
*) Oeuvres 8. 340. 
2 ) Statistik I, 8. 283.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many letters is "Goobi"?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.