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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

D. I. Abschnitt. Direkte und indirekte Steuern. 
347 
fassungen zu vereinbaren sind. Dies sicherte ihren Bestand in 
allen Epochen der Geschichte und gewiß auch für die Zukunft in 
den modernen Staatengebilden. 
Die Wichtigkeit der indirekten Steuern wächst noch, wenn wir 
vor Augen halten, daß die Verzehrungssteuern nicht allein den 
Zweck haben, dem Staate Einnahmen zu sichern, sondern oft volks 
wirtschaftlichen, verwaltungspolitischen oder politischen Interessen 
dienen. Hierfür dient namentlich die Zollpolitik als Beispiel. 
Endlich verdient noch Erwähnung, daß die Verzehrungssteuern 
nicht bloß als Ergänzungssteuern figurieren, sondern oft auch zur 
Kontrolle der direkten Steuern Dienste leisten. Wenn z. B. in 
einem Staate die Bevölkerung 170 Millionen Kronen für den Tabak 
genuß verausgabt, dann ist es unmöglich, daß das Nationaleinkommen 
nur 750 Millionen Kronen betrage, wie sich dies aus den direkten 
Steuern ergibt. Dies der Fall in Ungarn vor dem Weltkriege. 
7. Wenn wir nun die nachteiligen Folgen der Verzehrungs 
steuern vor Augen halten, so unterliegt es keinem Zweifel, daß 
deren Zahl nicht gering ist. Die indirekten Steuern entsprechen 
sehr wenig den an anderer Stelle erörterten Hauptbedingungen einer 
rationellen Besteuerung. Es fehlt bei den indirekten Steuern: a) Die 
Allgemeinheit, da nur einige wichtigere Gegenstände besteuert 
werden, nicht aber der Gesamtkonsum, demnach zahlt jener, der 
diese Gegenstände nicht konsumiert, keine Steuer, mag seine Steuer 
kraft wie groß immer sein. Halten wir uns vor Augen, daß die 
einträglichsten indirekten Steuern die auf Tabak und geistige Ge 
tränke sind und wie viele reiche Personen enthalten sich dem 
Genuß, sowohl des einen als des andern? Ja es ließe sich mit 
einiger Berechtigung behaupten, daß die indirekten Steuern den 
Mangel der Allgemeinheit und Gerechtigkeit noch steigern, denn 
das Vermögen stammt ja zumeist aus Sparsamkeit, Entbehrung 
also aus der Mäßigkeit der Konsumtion; die stärkeren Vermögens 
kräfte, die mit Voraussicht Lebenden verzehren weniger, diejenigen, 
die von heute auf morgen leben, mehr; b) die Vollständigkeit, 
insofern als die indirekten Steuern nie die Gesamtsteuerkraft er 
fassen, sondern deren einzelne Momente, Symptome; c) die Perio 
dizität, hauptsächlich nach der Lichtung, daß ein gewisser Paral 
lelismus bestände mit dem Einkommen; die Konsumtion erfolgt oft 
später oder auch früher als der Einkommenserwerb, mit einem 
Worte der Zusammenhang zwischen den als korrelat gedachten Er 
scheinungen fehlt. Hieraus folgt ein weiterer Mangel der indirekten 
Steuern und zwar d) die feste Beziehung zur Steuerbasis; e) die 
Unüberwälzbarkeit, nach welcher bei jeder rationellen Steuer
	        

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Die Kommunalbesteuerung in Italien. Verlag von Gustav Fischer, 1915.
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