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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

16 
1. Buch. Einleitende Lehren. 
Verschenkung und Veräußerung des Grundbesitzes führen bald zur 
Umänderung dieser Quelle, die dann die finanziellen \ orrechte er 
setzen müssen. In den einzelnen Staaten zeigen sich natürlich Ver 
schiedenheiten. Wo die Konsolidation des Staatswesens sicher vor 
sich geht, dort entwickelt sich auch bald das Steuerwesen. Im An 
fang bildet die Steuer zum großen Teil eine außerordentliche Ein 
nahmequelle, die die Nichtadligen bedrückt und von den Ständen 
bewilligt werden muß. So entsteht in Frankreich die Taille, die 
sich aus den „aides“ entwickelte, später die „capitation“. Wir be 
gegnen in dieser Zeit auch früh dem Schuldenwesen, das sich 
namentlich unter der Einflußnahme der römischen Kurie entwickelte. 
Am frühesten organisierte sich das Finanzwesen in den Städten. 
Ebenso sehen wir in England raschere Fortschritte. Gebühren und 
Zölle treten hier früh auf, ebenso Regalien. Auch begegnen wir 
hier früh Vermögens- und Einkommensteuern, die wenigstens zum 
Teil auch den Adel belasten. Den raschesten Fortschritt zeigen 
jedoch auch hier die Städte. Die größere wirtschaftliche Entwick 
lung, die höhere Kultur wirkte auch auf das Finanzwesen fördernd 
ein. ' Dies bewirkte noch der Umstand, daß die Städte in geringerem 
Maße über Grundbesitz verfügten und daß Industrie und Handel 
früher zum Übergang von der Naturalwirtschaft zur Geld wirtschaft 
zwangen. In den Städten entwickelte sich auch früher das Gemein 
gefühl. All dies machte die entsprechendere Organisation dieses Fi 
nanzwesens sowie die Inanspruchnahme der schwierigeren Einnahme 
quellen, wie der Steuern, möglich. Darum begegnen wir in den 
Städten neben sonstigen Einnahmequellen früh direkten Steuern, 
namentlich Vermögenssteuern und noch mehr Verzehrungssteuern. 
Städtische Unternehmungen, Zölle, Gebühren (Münze, städtische 
Wage usw.) und Bußen nehmen früh ihren Platz ein. Im allge 
meinen machen die Städte infolge der erwähnten Umstände die 
einzelnen historischen Stadien des Finanzwesens rascher durch. 
In großen Zügen finden wir in den einzelnen Staaten denselben 
Gang der Geschichte, wie ja zur Charakteristik der vorrevolutio 
nären Zeit, der Zeit der Feudalperiode, Tocqueville sagt: Von den 
äußersten Grenzen Polens bis zum irischen Meere ist alles sich 
gleich 1 ). Darum fügen wir nur einige spezielle Daten für Ungarn bei. 
Die historische Entwicklung des Staatshaushaltes in Ungarn 
zeigen uns folgende Daten. Vor Errichtung des Königtums durch 
Stefan d. H. bildeten die Früchte eines Teiles der eroberten Lände 
reien und die Kriegsbeute die ersten Staatseinnahmen. Auch in 
•) Das alte Staatswesen. Leipzig 1857. S. 13.
	        

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Betriebsorganisation Und Betriebsabrechnung. Stilke, 1928.
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