Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Finanzwissenschaft

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

D. V. Abschnitt. Einkommensteuer. 
367 
Steuerkräften große Disparitäten aufweisen können; f) infolge jener 
Eigenschaft, daß die Einkommensteuer sich enge an das Einkommen 
hält besitzt dieselbe große Elastizität und wird nicht so drückend 
empfunden, wie in gewissen Fällen die steifen, immobilen Ertrags 
steuern; g) sie hat den Vorteil, mit dem Steigen oder Fallen des 
Nationaleinkommens automatisch zu steigen oder zu fallen; h) die 
Einkommensteuer fällt namentlich auf die großen und mittleren 
Einkommen und bildet demgemäß ein Gegengewicht gegen die Ver 
zehrungssteuern, welche mehr die unteren Klassen drücken; i) als 
Ergänzungssteuer mildert sie in ausgleichender Weise die durch die 
anderen Steuern verursachten Ungleichheiten; k) sie bildet eine 
Reservesteuer in Zeiten schwerer Bedrängnis und großer Bedürfnisse, 
in welchen Zeiten der Staat mittels derselben ohne große Unzu 
kömmlichkeiten außerordentliche Bedürfnisse zu befriedigen vermag, 
wie dies in England seit lange und zuletzt wieder im Weltkriege 
geschah. 
3. Der größte Einwurf, der gegen die Einkommensteuer erhoben 
wird, besteht darin, daß dieselbe ohne empfindliche Einmischung 
in die privaten Verhältnisse der Individuen kaum durchzuführen,, 
beziehungsweise zu sichern ist. Die Steuersubjekte sind genötigt, 
Einblick in ihre diskretesten Verhältnisse zu bieten und sind stets 
der Versuchung ausgesetzt, falsche Fassionen zu geben. Die ver 
schiedene Gewissenhaftigkeit der Steuerbekenntnisse führt zu 
großen Ungleichheiten; während z. B. die Größe der fixen Bezüge 
und Gehälter bis auf den Heller bekannt ist, sind dagegen andere 
Einkommen nur schwer zu eruieren. Die hieraus sich ergebende 
ungleiche Verteilung der Steuerlast kann in der Tat zur Folge 
haben, was als eine Gefahr der Einkommensteuer hingestellt wird, 
daß sie zur Steuer der Naiven und Ehrlichen wird, den Schlauen, 
und Unehrlichen dagegen eine Prämie geboten wird. Die Ein 
kommensteuer würde demnach demoralisierend wirken. Es läßt 
sich nicht leugnen, daß diese Gefahren bestehen, woraus folgt, daß 
die Einkommensteuer bloß bei bereits erstarktem staatlichen Selbst 
bewußtsein, größerer Wohlhabenheit, verhältnismäßig milder Be 
steuerung und präzis wirkender Steuerverwaltung durchführbar ist.. 
Auch unter solchen Verhältnissen werden sich im Anfang die be 
zeichneten Übel einstellen, mit der Zeit aber werden sie, wie die 
Erfahrung zeigt, sich auf ein rationelles Minimum reduzieren. 
4. Auch der Einwendung begegnen wir, daß die Einkommen 
steuer nur geringes finanzielles Ergebnis bietet. Da nämlich bei 
der Einkommensteuer die kleinsten Einkommen steuerfrei bleiben 
sollen, diese aber den größten Teil des Nationaleinkommens bilden,.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.