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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

450 
4. Buch. V. Teil. Die Steuern. 
Existenzminimum beträgt 400 Lire. Der hier gemachte Versuch, 
das aus verschiedenen Quellen stammende Einkommen verschieden 
zu besteuern, ist höchst bemerkenswert, ja manche Schriftsteller 
sahen in demselben die höchst mögliche Annäherung an die volle 
Gerechtigkeit, die im letzten Jahrhundert stattfand ; Yves Guyot 
nennt die Steuer die allervollkommenste. Dem widersprechen aber 
die mit der Steuer gemachten Erfahrungen. Sie führte in ganz 
horribler Weise zu Steuerbetrug, Verheimlichung des Einkommens, 
was freilich hauptsächlich mit der außerordentlichen Höhe des 
Steuerfußes zusammenhängt ; dem gegenüber ist die differentielle 
Besteuerung der aus verschiedenen Quellen stammenden Einkommen 
bloß ein interessanter Versuch, den jedenfalls das Gerechtigkeits 
gefühl und das Bestreben nach Verwirklichung der Gerechtigkeit 
hervorrief, ohne daß aber gesagt werden könnte, daß derselbe auf 
wissenschaftlicher Grundlage beruhe. Die italienische Einkommen 
steuer kann weder theoretisch noch praktisch als gelungene Lösung 
betrachtet werden. 
Im Gegensatz zu den Eroberungen, die die Idee der Einkommen 
steuer unzweifelhaft gemacht hat, steht die Erscheinung des aus 
dauernden, man möchte fast sagen, hartnäckigen Widerstandes, den 
Frankreich derselben entgegensetzte. Seit hundert Jahren steht das 
Problem der Einkommensteuer auf der Tagesordnung und wird 
immer wieder abgelehnt, so wenig vermochte das französische Volk 
die Ungerechtigkeiten, die Plackereien vergessen, welche die persön 
lichen Steuern des ancien regime mit sich brachten. Aus diesem 
Gefühl entwickelte sich das starre Festhalten an das Ertragssteuer 
system, welches das rücksichtslose Eindringen in die Verhältnisse 
des Einzelnen vermeidet. Jeder Franzose — so heißt es — ist 
Patriot genug, um dem Staate zu geben, was des Staates ist, doch 
verlange man nicht das Unmögliche, daß der Steuerträger selbst 
seine Haut zu Markte trage, sondern der Staat möge nach den 
Steuerquellen forschen und dementsprechend seine Steuern ein 
treiben. Diese Auffassung der breiten Schichten der Bevölkerung, 
die in ihrer Mehrzahl aus kleinen Bourgeois und kleinen Bauern 
besteht, die sehr empfindlich sind, machte die Einführung der Ein 
kommensteuer trotz vielfacher Versuche unmöglich. Alle hierauf 
abzielenden Gesetzesvorschläge und Anträge — deren Zahl ziemlich 
groß — werden abgelehnt. So im Jahre 1848 (Berichterstatter 
Parieu), der Passy’sche Vorschlag von 1849, der Antrag von Saint- 
Beuve 1851, von Casimir-Perier 1871, von Gambetta 1876, der Ge 
setzesvorschlag des Ministers Dauphin 1887, des Ministers Peytral 
1888, des Ministers Doumer 1896, von Rouvier 1904, des Ministers.
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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