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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

486 
4. Buch. V. Teil. Die Steuern. 
sich kundgebende Einkommen zu treffen, es widerspricht daher der 
Bestimmung derselben, wenn sie die Produktion belasten, aus der 
sich das Einkommen erst zu entfalten hat. Wenn daher die Ver 
zehrungssteuern solche Gegenstände erfassen, die in irgendeinem 
Zweige der Produktion als Roh- oder Hilfsstoffe Verwendung finden, 
wie Salz, Spiritus, Zucker usw. in der Landwirtschaft und in der 
Industrie, dann muß ein Modus gefunden werden, damit hierdurch 
die Produktion nicht einer ungerechten Belastung unterworfen werde. 
Freilich zeigt sich hier gleichzeitig, daß diese Gegenstände, die im 
Haushalt des menschlichen Organismus wenigstens zum Teil eine 
wichtige Rolle spielen, eigentlich auch vom Standpunkte der Be 
steuerung des menschlichen Konsums als indirekte Besteuerung des 
Einkommens nicht sehr steuerfähig sind. Wenn nun diese Gegen 
stände auch nicht gänzlich von der Steuer befreit werden, so viel 
muß unbedingt gefordert werden, daß die Besteuerung dieser Gegen 
stände auf die Produktion nicht nachteilig einwirke. Und auch das 
zeigt von der Mangelhaftigkeit dieser Besteuerung, daß dies nicht 
anders zu erreichen ist, als dadurch, daß diese Gegenstände auf 
künstliche Weise für den menschlichen Konsum unbrauchbar, un 
genießbar gemacht werden. Dies geschieht durch das Denaturierungs 
verfahren. Den betreffenden Gegenständen werden verschiedene 
Stoffe beigemischt, welche dieselben für den menschlichen Genuß 
unbrauchbar machen, ohne dessen Brauchbarkeit in der Landwirt 
schaft, bei der Viehzucht und in der Industrie zu schädigen. Dieses 
Verfahren findet seine Anwendung namentlich bei Salz, Spiritus, 
Zucker. Die Gegenstände müssen von jenen nützlichen Eigen 
schaften, die sie für die menschliche Bedürfnisbefriedigung durch 
die Güte der Natur besitzen, beraubt werden, damit sie so den 
Interessen des Fiskus Dienste leisten. Aber dieses Verfahren er 
reicht nicht vollständig sein Ziel, da wieder Mittel gefunden werden, 
die Denaturierung unschädlich zu machen und so die Benutzung 
zum menschlichen Gebrauch möglich zu machen. Die denaturierten 
Gegenstände werden natürlich zu weit billigerem Preise in Verkehr 
gesetzt, da sie der Steuer nicht unterworfen werden. 
Die Verzehrungssteuern haben den Vorteil außerordentlicher 
Entwicklungsfähigkeit. Dies ersehen wir aus folgenden Zahlen. Es 
betrug in Ungarn die Einnahme aus 
1851 1913 
Verzehrungssteuern 4,5 Mill. Kronen 316,6 Mill. Kronen 
Tabak 5,8 „ „ 195,8 „ „ 
7. Die Finanzstatistik hat sich die dankenswerte Aufgabe ge 
stellt, die durch die Verbrauchsabgaben verursachte Belastung nach
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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