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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

I. Abschnitt. Allgemeine Lehren. 
573 
der Staatskredit besaß, namentlich in der ersten Periode, dies 
werden uns einige Beispiele aus der Geschichte klar machen. 
Der ungarische König Wladislaus II. nahm zur Bückzahlung 
der Mitgift der Königin Beatrix, Witwe des Königs Mathias Huny- 
ady, eine Schuld von 200000 Gulden auf, wogegen er die Festung 
Altsohl und sieben ungarische Bergstädte zum Pfande gab (Wenzel, 
Die Fugger 8. 19). — Im Jahre 1505 verpfändet die Königin 
Anna an Thurzö für einen mit Berlen und Edelsteinen geschmückten 
Hut im Werte von 3500 Gulden den siebenbürgischen Zwanzigsten 
und die Einnahme der Nagyszebener (Hermannstädter) Münze. 
(Ebendaselbst 8. 22.) König Ferdinand I. verpfändet an Fugger 
für eine Schuld die Einnahme der Siebenbürger Salzkammer. 
Im Jahre 1691 verpfändete die Hofkammer ohne Befragen der 
ungarischen Stände die ungarische Kupfer- und Quecksilberausfuhr 
an holländische Kaufleute für folgende Darlehen: im Jahre 1691 
300000 Taler, 1700 900000 Taler, 1703 7 000000 holländische 
Gulden (Gazdasägtörteneti szemle, Wirtschaftshistorische Revue, - 
1899, 8. 352). Einen besonderen Rekord erreichte Kaiser und 
König Sigismund in Anbetracht der Pfandschulden 1 ). 
Die Staatsanleihen wurden oft zu Lasten von Privaten, ja 
selbst Ämtern aufgenommen. So erzählt Pech (Geschichte des 
unterungarischen Bergbaues, II. Bd., 8. 410), daß die Schemnitzer 
Kammeralbeamten bei Aufnahme der Kammeranlehen oft ihr eigenes 
Privatvermögen verpfändeten. Weitere interessante Angaben über die 
Anfänge des ungarischen Staatskredites siehe Schwartner, Statistik 
n. Bd., 8. 447. 
Diese Daten, die leicht mi* vielen ähnlichen zu ergänzen wären, 
zeigen deutlich, daß im Anfang die Staatsschulden zumeist Schulden 
des Fürsten waren und zunächst Pfandkredite, Sachkredite bil 
deten. Eine der ältesten Formen des Staatskredites war das italie 
nische Monte: gewisse Summen wurden auf die Bürger ausge 
worfen in der Weise, daß dieselben im Monte aufgezeichnet und 
damit Staatsgjäubiger wurden, die Anspruch auf Zinsen, und zwar 
oft sehr hohe, hatten. Die Unentwickeltheit des Kredits im allge 
meinen, das primitive Wesen der Sta^tswirtschaft erklären es, daß 
auch der Staatskredit primitive Formen annahm und zunächst unter 
drückenden Bedingungen zustande kam. Der Papst Innonenz VIII. 
war in so großer Geldbedrängnis, daß er die päpstliche Tiara ver 
pfänden mußte. Einer der oströmischen Kaiser mußte die angeb- 
*) Nuglisch, Das Finanzwesen des Deutschen Reiches unter Kaiser Sigis 
mund (Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, III. Folge, Bd. 21).
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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