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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

VI. Abschnitt. Die Kriegsaniehen. 
639 
und New-York und alle dort fälligen Zinsen russischer Staats- 
anlehen, sowie den auf Eußland entfallenden Betrag zur Unter 
stützung der kleineren Verbündeten vorschußweise bezahlten. End 
lich nahm Eußland im Februar 1916 eine Anleihe von 50 Mill. Yen 
gegen einjährige Schatzscheine auf. Wieviel von dem emittierten 
Schatzscheinen gezeichnet und eingezahlt wurde, ist unbekannt. 
Was die langfristigen Anlehen betrifft, so gestalten sich die 
selben wie folgt: 
Oktober 
1914 
500 Millionen Eubel 
März 
1915 
500 
Mai 
11 
1000 
November 
r 
1000 
März 
1916 
2000 
Bis zum August 1916 hat sich die Gesamtschuld Eußlands 
infolge der Kriegsaniehen um etwa 20 Milliarden Eubel vermehrt. 
Die ersten finanziellen Maßregeln Italiens, schon bei Ausbruch 
des Weltkrieges und bevor noch Italien den Treubruch an seinen 
Verbündeten begangen, war die Erhöhung des Noten- und Staats 
papiergeldkontingentes. Der Notenumlauf wurde von 908 auf das 
Doppelte, 1816 Milhonen Lire erhöht. Die Banken hatten die 
Pflicht dem Staate einen Vorschuß von 710 Millionen Lire zu ge 
währen. Außerdem wurde die Ausgabe von 300 Millionen unge 
deckter Noten gestattet. Der Höchstbetrag des Staatspapiergeldes 
wurde (von 525) auf 1200 Millionen festgesetzt. Zu alledem kam 
im Dezember 1914 die Aufnahme eines Anlehens von 1 Milliarde 
zu einem Zins von Prozent, mit dem Emissionskurs 97. Bei 
Ausbruch des Krieges wurde der Legierung ein Kriegskredit von 
3 Milliarden bewilligt, welcher zu verschiedenen Operationen im 
In- und Auslande benutzt wurde, so schon im Juni 1915 zuf Aus 
gabe von H/y prozentigen Schuldverschreibungen in unbegrenzter 
Höhe. Emissionskurs 98. Gezeichnet wurden 1117,5 Millionen Lire. 
Dezember 1915 folgt schon die dritte Kriegsanleihe mit dem Zinsfuß 
von 5 Prozent und dem Emissionskurs von 97,50. Gezeichnet 
wurden 3 Milliarden Lire, wovon aber über eine Milliarde mittels 
Umtausch gedeckt wurde. Die drei Kriegsanleihen ergaben ein 
Eesultat von 5,1 Milliarden resp. in Barem etwa 3 Milliarden, 
dies beträgt etwa die Hälfte der Kriegskosten (bis August 1916), 
woraus sich ergibt, daß die andere Hälfte durch kurzfristige An 
lehen gedeckt werden mußte. Im Mai 1916 wurde mit der Aus 
gabe eines neuen Typus von Schatzscheinen — wohl wegen der 
Aussichtslosigkeit fester Anlehen — begonnen, von dem bis
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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