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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1017727422
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-56103
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XIV, 686 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

I. Abschnitt. Die staatswirtschaftliche Regierung. 
671 
schaftliche Bildung besitzen, daß er die Erfordernisse des Staates, 
die Bedingungen seiner Größe erkenne, daß er nicht durch Ein 
schränkung und Deteriorierung der wichtigsten Funktionen des 
Staates die Ordnung des Staatshaushaltes anstrebe, sondern er be 
trachte es als Ziel, die Summen, welche zur vollen Befriedigung 
der Staatsaufgaben nötig sind, herbeizuschaffen, ohne mit uner 
träglichen Lasten das Volk zu bedrücken. Er soll ein weitblicken 
der Staatsmann sein, der die politischen Interessen des Staates nicht 
vom Pfennigstandpunkte beurteile. Sehr richtig sagt Macaulay von 
Grenville, daß er kein anderes Interesse kannte, als das sich in 
Pounds, Shillings und Pence ausdrückt, so führte ihn diese un 
glückselige Richtung zur Schaffung der Stampakte, die die Los 
reiß ung Nordamerikas zur Folge hatte und deren Endresultat darin 
bestand, daß gerade die von ihm so gefürchtete Staatsschuld be 
deutend zunahm. Der Finanzminister soll seine Kollegen zwingen, 
daß sie die materiellen Bedingungen der Existenz des Staates 
achten, dagegen soll er deren berechtigte, dem Staatsinteresse 
dienenden Bestrebungen honorieren 1 ). Unter allen Umständen aber 
soll er über genügende volkswirtschaftliche Kenntnisse und Einsicht 
verfügen, daß er erkenne, welches die eigentlichen Quellen des 
Staatseinkommens sind und mit aller Kraft danach streben, dieselben 
zu entfalten, dieselben mit Schonung zu behandeln und den Reich 
tum des Staatshaushaltes auf den Reichtum des Volkes als dessen 
festester Stütze aufbauen. Er muß konservativer Natur sein 2 ), denn 
die Staatswirtschaft gestattet am allerwenigsten häufige, plötzliche, 
radikale Veränderungen. Deshalb ist es auch zu wünschen, da 
das Finanzministerium nicht zu oft den Herrn wechsle (seit 18 
währt in Frankreich die Dauer eines finanzministeriellen Regimes 
durchschnittlich nur ein Jahr). Der Minister halte vor Augen, daß 
die gewohnten Lasten, die gewohnten Unannehmlichkeiten und amt 
lichen Überwachungen weniger schmerzen, als jene, welche die hiervon 
bisher nicht berührten Teile des Organismus erfassen. Hierzu 
kommt, daß radikale Umgestaltungen auch die Interessen ^S taats 
haushaltes beeinträchtigen können. Auch die Geschichte lehrt, dali 
gründliche Umwälzungen des Finanzsystems in der Regel nur in 
n Vach Gladstone gleicht der Finanzminister einem Wanderer, der einen 
dichten Wald durchschreitet und den auf Schritt und Tritt Räuber, namhch 
seine Kollegen anfallen. — Die zeitliche Verwirklichung der Staatszwecke muß 
mit der zeitlichen finanziellen Kraft des Staates in Einklang gebracht werden 
und „möglichstvielGeld soll mit möglichst wenig Unzufriedenheit herbeige- 
schafK weiden j£orawal^_ re exper i men ts d’anatomie sur des corps vivants“ 
(Necker).
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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