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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
101947257X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35839
Document type:
Monograph
Author:
Reuß, Alfons http://d-nb.info/gnd/1051831989
Title:
Frédéric Le Play in seiner Bedeutung für die Entwicklung der sozialwissenschaftlichen Methode
Place of publication:
Jena
Publisher:
Gustav Fischer
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 145 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Beurteilung der Methode Le Play's
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

36 Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle. 
schaftlichen und juristischen Kenntnisse, durch sein ebenso schnelles wie scharfes Urteil, 
durch die außerordentliche Klarheit seiner Darstellung und die praktische Erfassung 
aller Verhältnisse, als er seine Mitarbeit im Zentralverbande aufnahm In diesem 
nahm er sehr bald, besonders in allen die Arbeiterverhältnisse betreffenden Fragen, 
eine maßgebende und führende Stellung ein. Bereits in den Ausschußsitzungen vom 
5. Mai 188-1 und 25. Januar 1885 hatte I e n ck e Referate über den Gesetzentwurf, 
betreffend die Unfallversicherung der Arbeiter, das definitive Normalstatut für die 
Unfallversicherungsgenossenschaften und die Ausdehnung der Unfallversicherung auf 
das Transportgewerbe gehalten. In der Delegiertenversammlung vom 5. und 6. 
Oktober 1885 war er Berichterstatter über die Sonntagsarbeit. 
I e n ck e s Wahl war ein großer Gewinn für das Direktorium; er beteiligte sich 
mit großer Hingabe und Opferwilligkeit an dessen Arbeiten wie überhaupt an den Be-" 
strebungen des Zentralverbandes, die durch ihn in wesentlichen Beziehungen energisch 
gefördert wurden. Durch große umfassende Referate hat I e n ck e in hohem Maße 
dazu beigetragen, daß der Zentralverband namentlich in der Arbeiterversicherungs 
und Arbeiterschutzgesetzgebung eine führende Stellung in der Industrie einnahm und 
nicht ohne Erfolg an der Ausgestaltung der betreffenden Gesetze mitwirkte. Unver 
gessen wird es bleiben, wie I e n ck e in der Ausschußsitzung vom 23. November 1887, 
nur wenige Tage nach dem Erscheinen der „Grundzüge für die Invaliden- und Alters 
versicherung der Arbeiter", in einem glänzenden Referat mit großer Schärfe alle 
wesentlichen Punkte dieser neuen, noch nirgends in der Welt erprobten Arbeiterver 
sicherung für die Zuhörer klarstellte und ihnen nicht nur ein leicht faßliches Bild von 
den Absichten der Regierung und der geplanten Art der Ausführung gab, sondern 
auch alle wesentlichen Punkte kritisch beleuchtete, indem er die Vorzüge, aber auch die 
Mängel dieser „Grundzüge" und die Bedenken, zu denen sie Veranlassung gaben, klar 
hervorhob. Es konnte nicht fehlen, daß im Jahre 1901, als der hochverdiente lang 
jährige Leiter des Zentralverbandes, Reichsrat v. Häßler, leider zu früh für alle 
Verhältnisse und Personen, mit denen er in Beziehung stand, aus dem Leben ab 
gerufen wurde, das Direktorium I e n ck e zu seinem Vorsitzenden wählte. 
Durch die Wahl des Kommerzienrats Eugen Langen wurde dem Direk 
torium gleichfalls eine hervorragende Kraft zugeführt; denn Langen war als In 
genieur, als höchst erfolgreicher Erfinder und als Großindustrieller in den weitesten 
Kreisen bekannt und hochgeschätzt. Ursprünglich als Ingenieur, mehr durch eigenes 
Talent und unermüdliche praktische Arbeit als durch formales Studium ausgebildet, 
widmete er seine erste selbständige Tätigkeit der Zuckerfabrikation, deren großartige 
Entwickelung in unserem Vaterlande wesentlich mit auf Langen zurückzuführen ist. 
Hier betätigte er sich in großem Stile als Erfinder. Die Verbesserung der Regene 
ration der Knochenkohle und ganz besonders die glückliche Lösung der Zentrifugen 
arbeit machten seinen Namen im In- und Auslande rühmlich bekannt. Er diente 
dieser Industrie jedoch nicht allein auf dem Gebiete der Technik, auf dem er zahlreiche 
weitere Verbesserungen einführte, sondern seinem maßgebenden Einfluß hat die 
Zuckerindustrie auch bei der Ausgestaltung der sie betreffenden Gesetzgebung vieles 
zu danken. 
Die Beschäftigung mit der Zuckerindustrie füllte seinen regen Geist und seine 
unermüdliche Arbeitskraft jedoch nicht aus. Seinem regen Erfindungstalent gelang es 
in Verbindung mit seinem Freunde vr. Otto, die Gasmaschine zu einer hohen Voll 
kommenheit zu entwickeln, von der die Gasmotorenfabrik Deutz glänzende Zeugnisse 
ablegte. Tief beklagen muß man, daß es diesem im rüstigsten Alter aus dem Leben 
geschiedenen Manne nicht mehr vergönnt war zu sehen, wie seine geniale Erfindung, 
die anfangs hauptsächlich bestimmt war, dem Kleinbetrieb zu dienen, heute als Motor 
mit 1000 Pferdekräften in der großen Hochofenindustrie eine täglich steigende Be-
	        

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Material Zur Lage Der Bergarbeiter Während Des Weltkrieges. [Verband der Bergarbeiter Deutschlands], 1919.
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