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München als Industriestadt

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Bibliographic data

fullscreen: München als Industriestadt

Monograph

Identifikator:
1020784822
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-33588
Document type:
Monograph
Author:
Fritz, Carl http://d-nb.info/gnd/1050470273
Title:
München als Industriestadt
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Puttkammer & Mühlbrecht, Buchhandlung f. Staats- u. Rechtswissenschaft
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (163 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt: Soziale Gliederung der Erwerbstätigen und Zuzugsverhältnisse der Arbeiter
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • München als Industriestadt
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt: Klassen- und Berufsgliederung der Münchener Bevölkerung mit besonderer Berücksichtigung der Arbeiterklasse
  • Zweiter Abschnitt: Soziale Gliederung der Erwerbstätigen und Zuzugsverhältnisse der Arbeiter
  • Dritter Abschnitt: Allgemeine Lage und Lebensbedingungen der Münchener Industrie
  • Vieter Abschnitt, Teil I. Graphische Industrie, Buchgewerbe, Zeitungsdruck und Verlagswesen
  • Vierter Abschnitt, Teil II. Kunstgewerbe-Industrie
  • Fünfter Abschnitt, Teil I. Bierbrauerei
  • Fünfter Abschnitt, Teil II. Maschinen- und Eisenindustrie
  • Fünfter Abschnitt, Teil III: Sonstige bemerkenswerte Industrien

Full text

20 
Kreis als der wichtigste Ausgangspunkt des Zuzugs aus dem 
Landesinnern nach der Hauptstadt: beinahe 76 000 Einwohner 
oder 14 "p/o der gesamten Bevölkerung waren aus einer ober 
bayerischen Gemeinde nach München gezogen. Allein auch 
die übrigen südlichen Kreise und die Oberpfalz steuern nicht 
viel weniger zur hauptstädtischen Bevölkerung bei; von Nie 
derbayern stammten über 58 000, aus Schwaben fast 35 000 und 
aus der Oberpfalz beinahe 40 000 Personen der Münchener Be 
völkerung, so daß beinahe der vierte Teil der gesamten Ein 
wohnerschaft in diesen drei Kreisen geboren war. 
Die Bevölkerung der Hauptstadt besteht also in ihrer über 
wiegenden Mehrheit aus altbayerischen Elementen, auch unter 
den Zugewanderten bilden die Oberbayern, Niederbayern und 
Oberpfälzer den Hauptkern. Erheblich ist, wie oben gezeigt, 
auch die Zuwanderung aus Schwaben. Dagegen steuern die 
fränkischen Gebietsteile und die Pfalz zusammen nicht einmal 
den zehnten Teil der hauptstädtischen Einwohnerschaft bei. Da 
München, wie überhaupt die süddeutschen Hauptstädte, ein 
Zuwanderungszentrum für einen Umkreis ist, der sich fast auf 
das Staatsgebiet beschränkt und so im Gegensatz steht zu Ber 
lin, der ersten Stadt des deutschen Reiches, für welche dessen 
Gesamtgebiet als Zuwanderungsrayon in Betracht kommt, 
nimmt es nicht wunder, daß die auswärts geborene Bevölkerung 
mit der Entfernung sich recht schnell verringert, eine auch für 
die sonstigen Herkunftsbezirke zutreffende Tatsache. 
Dann darf man nicht vergessen, daß München das Zu 
wanderungszentrum für die fast ausschließlich katholische Land 
bevölkerung Ober- und Niederbayerns sowie Schwabens und 
der Oberpfalz ist, während die rechtsrheinischen Regierungs 
bezirke mit vorwiegend evangelischen Bewohnern ihren wirt 
schaftlichen Mittelpunkt in Nürnberg haben. Auf diese Tat 
sache kommen wir noch zurück. 
Allgemein wollen wir hier feststellen, daß das Wachstum 
der Bevölkerung Münchens während der verflossenen Jahr 
zehnte weit mehr auf starker Zunahme als auf natürlicher 
-Vermehrung beruhte und zwar hat sie seit Gründung des 
Reiches beinahe zu vier Fünftel durch den Überschuß der
	        

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München Als Industriestadt. Puttkammer & Mühlbrecht, Buchhandlung f. Staats- u. Rechtswissenschaft, 1913.
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