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Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe

Monograph

Identifikator:
1022451499
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-38126
Document type:
Monograph
Author:
Reimann, Erna
Title:
Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke)
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (71 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
5. Kapitel. Die Arbeitszeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau als kaufmännische Angestellte im Handelsgewerbe
  • Title page
  • Contents
  • 1. Kapitel. Der Umfang der Frauenarbeit im Handelsgewerbe
  • 2. Kapitel. Soziale Herkunft, Alter und Familienstand
  • 3. Kapitel. Die Ausbildung der Handlungsgehilfinnen
  • 4. Kapitel. Der Arbeitsnachweis
  • 5. Kapitel. Die Arbeitszeit
  • 6. Kapitel. Die Lohnfrage
  • 7. Kapitel. Die Organisation der weiblichen Angestellten

Full text

52 
unmittelbare Begrenzung, indem sie den obligatorischen 9-Uhr-Laden- 
schluß vorsieht, und auf eine mittelbare, indem sie eine Mindestruhezeit 
von 10 Stunden vorschreibt. In Betrieben mit mehr als zwei Gehilfen 
und in Gemeinden mit mehr als 20 000 Einwohnern erhöht diese sich 
auf 11 Stunden. Diese Begünstigung wurde damit begründet, daß die 
Anspannung durch die Tätigkeit nicht gleich bewertet werden dürfe in 
großen und kleinen Städten; auch seien die Wege zum Geschäft in Groß 
städten meist bedeutend weiter und die Angestellten häufiger verheiratet. 
Außerdem könne bei Geschäften mit zahlreicherem Personal Vertretung, 
leichter bewerkstelligt werden. Es ist aber nicht allein die Intensität 
der Arbeit maßgebend für die Inanspruchnahme der Arbeitskraft, 
sondern schon die stete Arbeitsbereitschaft bedeutet eine Anstrengung. 
Ein Grund für eine Bevorzugung der größeren Städte und Betriebe 
läßt sich hieraus nicht ableiten. Es muß auch dahingestellt bleiben, ob 
die Einrichtung der längeren Ladenzeit bei kleinen Geschäften geeignet 
ist, für diese eine Hilfe zu bilden, da in der Begel die Angestellten Be 
schäftigung in den Betrieben suchen werden, die ihnen eine längere 
Ereizeit gewähren. Dadurch sind gerade die kleineren Gewerbetreiben 
den ungünstiger gestellt in der Anwerbung von tüchtigen Hilfskräften. 
Wesentlich gerechtfertigter sind die anderen Gründe, die für die Ver 
längerung der Ruhezeit in Großstädten und Großbetrieben angeführt 
worden sind. Eine Ruhezeit von weniger als 10 bzw. 11 Stunden ist 
erlaubt bei Arbeiten, die zur Verhütung des Verderbens von Waren 
unverzüglich vorgenommen werden müssen, oder für die Aufnahme^ 
der gesetzlich vorgeschriebenen Inventur, außerdem an jährlich höchstens 
30 von der Ortspolizeibehörde allgemein oder für einzelne Geschäfts 
zweige zu bestimmenden Tagen. 
Länger als bis 9 Uhr dürfen die Verkäuferinnen beschäftigt werden 
bei unvorhergesehenen Notfällen, an höchstens 40 von der Ortspolizei 
behörde zu bestimmenden Tagen, jedoch auch dann nur bis spätestens 
10 Uhr und nach näherer Bestimmung der höheren Verwaltungsbehörde 
in Städten mit weniger als 2000 Einwohnern sowie ländlichen Ge 
meinden, wenn in denselben der Geschäftsverkehr sich vornehmlich 
auf einzelne Tage der Woche oder auf einzelne Stunden des Tages be 
schränkt. 
Diese Ausnahmen für eine verlängerte Beschäftigung des Personals 
sind für ganz bestimmte Fälle und für eine Höchstzahl von Tagen in 
den §§ 139 d—e gesetzlich festgelegt worden, um zu verhüten, daß die 
Ausnahmen zur Regel werden. 
In den meisten Betrieben des Reiches ist eine Mittagspause üblich, 
die zwischen ein und zwei Stunden Dauer nach der Erhebung schwankt. 
In Großstädten müßte das Minimum der Pause auf zwei Stunden fest
	        

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Die Frau Als Kaufmännische Angestellte Im Handelsgewerbe. Universitäts-Buchdruckerei von Gustav Schade (Otto Francke), 1915.
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