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Die deutsche Ölmüllerei

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Ölmüllerei

Monograph

Identifikator:
1023363054
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-37052
Document type:
Monograph
Author:
Klaue, Hermann
Title:
Die deutsche Ölmüllerei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck von Oscar Brandstetter
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (198 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Ölmüllerei
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Die Lage der Ölmüllerei in Preußen vor Einführung der Gewerbefreiheit
  • Zweiter Abschnitt. Die Entstehung und Ausbildung des Fabrikbetriebes in der Ölmüllerei in der Zeit von der Einführung der Gewerbefreiheit bis ungefähr 1870
  • Dritter Abschnitt. Die Ausbildung des entfalteten Fabrikbetriebes in der Zeit von 1870 bis zur Gegenwart

Full text

40 I- DieLage derölmüilerei in Preußen vor Einführung derGewerbefreiheit. 
Kuchen herauszuholen. Er läßt dort den Lösekeil durch den 
Löserammei losschlagen und zieht den Treibekeil heraus. Dann 
nimmt er die Pfanne heraus, nimmt die Scheibe ab, faßt an den 
Zipfeln des Haartuches an und hebt den Ölkuchen heraus, nimmt 
das Haartuch ab und setzt den gepreßten Kuchen auf den Preß- 
klotz; dann breitet er das Häartuch wieder über die Pfanne und 
der Einwärmer bringt den nächsten Beutel und setzt denselben, 
wie bereits oben erwähnt, auf das Haartuch. Nun nimmt der 
Einwärmer den im Schlagtuch befindlichen Kuchen mit zum 
Wärmeherd, löst das Schlagetuch ab, setzt den Kuchen an einen 
bestimmten Ort, reibt das Tuch aus, breitet es über den Wärme 
rahmen und rafft das gewärmte wieder darauf.“ 
Auf diese Weise wurde die ganze täglich zur Verarbeitung 
kommende Menge Saat verarbeitet und dann erst zur zweiten 
und eventuell auch noch zur dritten Pressung übergegangen, wo 
bei auf dieselbe Weise wie bei der ersten Pressung verfahren 
wurde. Es ist leicht zu verstehen, daß eine derartige Arbeits 
teilung ein bedeutend schnelleres Arbeiten und damit auch bessere 
Ausnutzung der Maschinen gestattete, als wenn der Ölmüller 
auch den Wärmeherd bedienen mußte, ging doch in letzterem 
Falle die ganze Zeit, während welcher der Ölmüller am Wärme 
herde bzw. mit dem Einpacken der Saat zu tun hatte, für die 
Pressung verloren. 
Als Abschluß meiner Untersuchungen über Wind- und 
Wassermühlen muß ich mich noch mit den Leistungen der Be 
triebe, ihren Unkosten, sowie den Preisen der Fabrikate be 
schäftigen. Ohne Zweifel wäre es gerade für meine späteren 
Untersuchungen zu Vergleichszwecken von großem Vorteil, 
könnte ich hier genaue Zahlen über Betriebsgrößen, Unkosten, 
Löhne und Arbeitsverhältnisse anführen, doch ist dies leider 
nicht möglich, da die an sich schon spärliche Literatur jener 
Zeit in diesem Punkte fast völlig versagt, und derartige Fest 
stellungen sich heute nicht mehr mit Sicherheit machen lassen. 
Zu der uns hier beschäftigenden Zeit drückte man die Größe 
eines Betriebes nicht, wie man dies heute meistens tut, in Pressen 
oder in der jährlich verarbeiteten Menge Rohmaterial aus, son 
dern man rechnete damals nach der Zahl der im Betrieb befind 
lichen zur Saatzerkleinerung dienenden Stampfer und unterschied 
dementsprechend Ölmühlen mit zwei bis zwölf Paar Stampfern. 
Waren die Ölmühlen nicht mit Stampfwerken, sondern mit Öl
	        

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Die Deutsche Ölmüllerei. Druck von Oscar Brandstetter, 1913.
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