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Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

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Bibliographic data

fullscreen: Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften

Monograph

Identifikator:
1027069762
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48066
Document type:
Monograph
Author:
Schumpeter, Joseph A. http://d-nb.info/gnd/118611682
Title:
Vergangenheit und Zukunft der Sozialwissenschaften
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (140 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

' 1 «6 
—y** 
Syenit 
438 
Tabak 
hauerarbeiten, die durch Politur gehoben werden, 
wie Säulen, Platten und Sockel. Viele Kunst 
werke des Altertums bestehen aus dieser Fels 
art, die namentlich in Ägypten (am Sinai) sehr 
schön gefunden wird und ihren Namen nach der berg und Aschaffenburg. 
altägyptischen Stadt Syene erhalten hat. In 
Deutschland findet sich der Syenit namentlich 
im Odenwald, Thüringer Wald, im Plauenschen 
Grunde bei Dresden, ferner bei Meißen, Alten- 
Tabak (frz. Nicotiane, Tabac, engl. Tobacco, 
Snuff) ist die allgemein gebräuchliche Bezeich 
nung für die getrockneten und fermentiertein 
Blätter der in Amerika heimischen, jetzt aber 
überall angebauten Tabakpflanze, Nicotiana 
L., die mit oder 'ohne Rippen als Rohtabak oder 
in Form von Rauch-, Kau- und Schnupftabak,. 
Zigarren- und Zigarettentabak in den Handel 
kommt. Das Rauchen von T. aus Röhren unc 
Pfeifen oder in Rollen fanden die Spanier bei 
der Entdeckung Amerikas bereits als eine india 
nische Sitte vor, die später, 1587, durch Sir 
W. Raleigh und seine Matrosen nach Europa ein 
geführt wurde und sich hier trotz anfänglicher 
Verbote und scharfer Strafbestimmungen rasch 
verbreitete. Nach dem französischen Gesandten 
am portugiesischen Hofe, J. Nicot, der 1560 den 
ersten Samen nach Frankreich brachte, wurde 
die Pflanze Nicotiana benannt. Der T. gehört 
zur Familie der Solanazeen und wird meist 
einjährig aus Samen gezogen. Er gedeiht nur 
in Ländern mit mindestens 8—10 0 mittlerer 
Wärme, am feinsten zwischen dem 35.° nördlicher 
und dem 35. 0 südlicher Breite, doch geht er 
auch noch bis zum 62. 0 n. Br. Die Reife erfolgt 
in 22—26 Wochen und kann auch bei ungün 
stigem Klima noch dadurch erzielt werden, daß 
man in besonderen Treibkästen (Tabakkut 
schen) vorbaut und dann im Juni und Juli io 
das Land verpflanzt. Die Tabakpflanze wird 
1—2 m hoch, hat ästige und verästelte Stengel 
und massige, durch Drüsenhaare klebrige, 
wechselständige Blätter mit ungezähntem Rand. 
Die am Ende der Stengel und Äste in Rispen 
stehenden Blüten besitzen trichterförmige, fünf 
lappige, gelbrote Blumenkronen mit gefaltetem 
Saum. Die Kelche sind glockig, fünfspaltig und 
bleibend, die Früchte zwei- bis vierfächerige, 
halb vierklappige Kapseln, die bis zu 40 000 
winzige braune Samen für die Pflanze zu liefern 
vermögen. Die Pfahlwurzel geht ziemlich tief, 
treibt aber nur wenig Nebenwurzeln. Die zahl 
reichen Arten des T. werden meist - in vier 
Hauptgruppen eingeordnet: 1. Virginischer 
T., Nicotiana Tabacum, mit sehr hohem 
Stengel und dichten, überhängenden, dickrippigen 
und dickfleischigen Blättern. Die Seitenrippen 
bilden mit der Mittelrippe, und die Blattstiele mit 
dem Stengel spitze Winkel. Die zahlreichen, 
zum Teil auch in Deutschland gebauten Sorten 
liefern gute Deckblätter sowie Karottengut. 
2. Maryland oder großblättriger T., Nico 
tiana macrophylla, mit breiten, dünnrippigen 
und dünnfleischigen Blättern. Die am Grunde 
oft geöhrten Blätter sitzen in ziemlich weiten Ab 
ständen am Stengel, mit dem sie, ebenso wie die 
Seitenrippen mit der Mittelrippe, einen rechten 
Winkel bilden. Maryland wird als Pfeifengut und 
für Deckblatt im Elsaß („Schaufeltabak“), in der 
Pfalz („Futtertabak“), in Ungarn, der Türkei. 
Ohio, Maryland, Havanna, Kuba und Portoriko 
angebaut. 3. Brasil (Brösil), Bauern- oder 
Veilchentabak, N. rustica, mit gestielten, 
runden und klebrigen Blättern, wird bis hoch 
im Norden in Deutschland (Hannover und Nürn 
berg), Ungarn, Afrika und Asien angebaut und 
liefert ein kräftiges Pfeifengut. 4. Jungfern 
tabak, N, peniculata, aus Peru mit % m 
hohem, fünfeckigem, etwas filzigem Stengel und 
gestielten, an der Unterseite rauhen und kleb 
rigen Blättern. Weiter werden noch angeführt 
der Soldatentabak, N, glutinosa, der chi 
nesische T., N. chinensis, der Riesentabak, 
N. giganfea, sowie die wenig beachtenswerten 
Sorten N. argentifolia aus Chile und N. vis- 
cosa aus Buenos Aires. — Anbau. Der T, ver 
langt einen trocknen, tiefgründigem, humusreichen 
und kalkhaltigen Boden der Sand- und Lehm 
bodengruppe. Auf leichtem Boden wird er mil 
der, für Rauchgut geeigneter, auf schwerem 
Boden besser für Schnupftabak; auf Tonboden 
wächst nur Karottengut, auf Mittelboden das 
beste Deckblatt. Wärme mit häufigem, gelindem 
Regen oder - doch feuchter Luft (Holland mit 
Seeklima, Wassernähe) sagen ihm am besten zu, 
während wechselndes Wetter, rauher Wind, Kälte 
und Nässe, Trockenheit und starke Gewitter un 
günstig wirken. Hagelschlag und Sturm schä 
digen die Blätter, Trockenheit verringert den 
Ertrag. Für Europa ist die Düngung und Frucht 
folge von großer Bedeutung. Stickstoffreicher 
Dünger verschlechtert die Güte, Kali, Kalk, 
Asche, Kompost und Gründüngung verbessert 
sie. Die Pflanzung erfolgt, wenn die Pflänz 
chen in den Saatbeeten (Kutschen) s—6 Blätter 
entwickelt haben, je nach dem Klima vom März 
an, in Deutschland im Juni. Man rechnet auf 
den Hektar 14—16 qm Saatbeet und 0,05—0,17 kg 
Samen (t kg zu 10000—15000 Samen), für die 
in Reihen zu pflegenden Pflänzchen 20—60 qcm 
Wachsraum. Die Pflege besteht in mehrmaligem 
Behacken und Behäufeln, wobei die Blätter nicht 
verletzt oder mit Erde bedeckt werden dürfen. 
Anfangs muß man die Pflanzen durch Begießen 
und Bedeckung mit Moos vor dem Vertrocknen 
schützen. Nach der Bildung von 8—12 Blättern 
erfolgt das Köpfen, die Entnahme der sonst 
Blüten treibenden Spitzen und schließlich die 
Entfernung der blattwinkelständigen Seitentriebe 
(„Geizen“). Die Ernte geschieht von unten 
nach oben, je nach dem Reifen der Blätter, wenn 
sie eine lichtgrüne Farbe mit gelblichen Flecken, 
eine Art Marmorierung, annehmen, schlaff her 
unterhängen und zähklebrig werden. Die unter 
sten Blätter, das sog. Erd- oder Sandgut, 
Sandgrumpen, Sandblatt, geben geringwer
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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