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Die Theorie der produktiven Kräfte in Lists "nationalem System der politischen Ökonomie"

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Bibliographic data

fullscreen: Die Theorie der produktiven Kräfte in Lists "nationalem System der politischen Ökonomie"

Monograph

Identifikator:
1027468136
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-158313
Document type:
Monograph
Author:
Fuerth, Maria http://d-nb.info/gnd/1055373365
Title:
Die Theorie der produktiven Kräfte in Lists "nationalem System der politischen Ökonomie"
Place of publication:
Göttingen
Publisher:
Hubert
Year of publication:
1920
Scope:
VI, 30 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Theorie der produktiven Kräfte in Lists "nationalem System der politischen Ökonomie"
  • Title page
  • Contents

Full text

24 
Dühring verlangt, daß ein System ebenso der Beharrung wie der 
Veränderung angepaßt ist und seine Wahrheit darin sucht, daß 
es den Schematismus der Natur und Geschichte völlig adäquat deckt. 
Dühring ist sich auch seiner Verwandtschaft mit List und 
Carey voll bewußt. Nur in einem will er sich von seinen Vor- 
gängern unterscheiden. List sowohl wie Carey lehnen mit Be- 
stimmtheit für ihr Forschungsgebiet die Methode und das System 
der klassischen Schule ab. Sie waren beide nur Synthetiker, 
gingen beide nur mit Hilfe der Induktion vor. Sie wollten, wie 
Dühring zwar nur in Bezug auf Carey sagt‘), „aus dem 
Verwickelten und Vollen die Naturgesetze der Völkerökonomie 
entnehmen“. Dühring ‚hingegen, der nicht nur Nationalökonom 
wie List und Carey, sondern auch Physiker und Philosoph war, 
glaubte, ohne ein exaktes Sytem, ohne Deduktion nicht auskommen 
zu können. Ihm widerstrebten die oft unklaren und verwickelten 
Begriffsbestimmungen eines List nnd Carey. Da nun aber die 
Dynamik bis zum heutigen Tage systemlos ist, was lag da dem 
Philosophen und Physiker Dühring näher als sich einer Methode, 
eines Systems zu bedienen, das in vollendeter Weise von Adam 
Smith bis zu Ricardo ausgebildet war. Nur übersah Dühring dabei, 
was List und Carey erkannt hatten, und daran krankt nach un- 
serer Auffassung sein System, daß man dem Problem der Ent- 
wicklung nicht gerecht werden kann, wenn man mit einer sta- 
tischen Grundlage arbeiten will. 
Unter den Kritikern der Listtheorie nimmt nach unserer 
Meinung Dühring die hervorragendste Stellung ein. Dühring hat 
zwar seinen kritischen Aeußerungen über List kein ganzes Buch 
gewidmet, wie Eheberg und auch Lists Zeitgenossen Oisander, 
Rau etc. es taten; "seine Aeußerungen sind verstreut in seiner 
Grundlegung, in seiner Geschichte, und in einem kurzen Aufsatz 
über Lists theoretische Bedeutung in der deutschen Vierteljahrs- 
schrift. 
Dühring ist der erste, der die Bedeutung Lists erkennt, der 
die Genialität seiner neuen Ideen und seiner Methode. im Ge- 
gensatz zur klassischen Schule würdigt, der seine Verwandtschaft 
in Methode und Auffassung mit Carey entdeckt. Wir können 
getrost sagen, Dühring ist der eigentliche Entdecker der Theorie 
der produktiven Kräfte. Nur in einem Punkt weichen wir von 
Dührings Ansicht ab, da nämlich, wo er in Lists Theorie der 
produktiven Kräfte eine Vorstufe zu seiner Werttheorie sucht. 
Wir kommen jetzt zur letzten von uns zu betrachtenden 
Kritik, derjenigen nämlich, die Werner Sombart in seinem „mo- 
dernen Kapitalismus“ ausgesprochen hat. Eigentlich sind diese 
Ausführungen Sombarts weder eine Kritik des theoretischen noch 
des praktischen Teils des nationalen Systems. Es sind vielmehr 
Gedanken über den Frühkapitalismus; über die Merkantilisten. 
Daran anschließend sagt Sombart*): „Wir werden also, scheint 
Dühring, Gesch. S. 426. 
Sombart, Mod. Kap. II. Hlbhd. 2. Ba. Ss 920 
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Die Theorie Der Produktiven Kräfte in Lists “Nationalem System Der Politischen Ökonomie”. Hubert, 1920.
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