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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Schluß. Das Problem des individuellen Lebens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

HÖH Schluß. 
vermag, ob in dem Lalle eines Apfels oder in dem Umlauf der Doppel 
sterne, sieht der Astronom das wirken ein und desselben Gesetzes, welches 
in den kleinsten Abschnitten, in die wir den Raum teilen können, ebenso 
wirkt wie in den unermeßlichen Entfernungen, mit welchen seine Wissen 
schaft sich befaßt. Aus den Lernen, die fein Teleskop nicht mehr erreicht, 
tritt ein Weltkörper hervor und verschwindet wieder. Soweit er dessen 
Lauf verfolgen kann, ist das Gesetz nicht eingehalten. Sagt er darum, 
dies fei eine Ausnahme? )m Gegenteil, er sagt, es sei nur ein Teil 
der Kreisbahn, den er gesehen habe, und das Gesetz bewähre seine Gültig 
keit über den Bereich seines Teleskops hinaus. Daraufhin macht er 
feine Berechnungen, und nach Jahrhunderten bewähren sich dieselben. 
Spüren wir nun den Gesetzen nach, die das menschliche Leben in 
der Gesellschaft regieren, so finden wir, daß sie in dem größten, wie 
in dem kleinsten Gemeinwesen dieselben sind. wir finden, daß die an 
scheinenden Abweichungen und Ausnahmen nur Kundgebungen der 
selben Prinzipien sind, und daß überall, wo wir es verfolgen können, 
das soziale Gesetz in das Moralgesetz übergeht und mit demselben über 
einstimmt; daß im Leben eines Gemeinwesens die Gerechtigkeit unver 
meidlich ihren Lohn und die Ungerechtigkeit ihre Strafe findet. )m 
individuellen Leben vermögen wir dies nicht zu sehen. Betrachten wir 
nur dies, fo vermögen wir nicht zu sehen, daß die Gesetze des Weltalls 
auch nur die geringste Beziehung zu gut oder schlecht, recht oder unrecht, 
gerecht oder ungerecht haben*). Müssen wir deshalb sagen, daß das 
im sozialen Leben zur Erscheinung kommende Gesetz im individuellen 
Leben nicht zutreffe? wissenschaftlich wäre es gewiß nicht, dies zu sagen. 
Von nichts anderem würden wir es sagen. Müssen wir nicht vielmehr 
sagen, dies beweise nur, daß wir nicht das ganze individuelle Leben 
sehen? 
Die Gesetze, welche die Nationalökonomie entdeckt, stimmen, gleich 
den Tatsachen und Beziehungen der physischen Natur, mit dem an 
scheinenden Gesetze der geistigen Entwicklung überein — sie sind nicht 
ein notwendiger und unfreiwilliger Lortschritt, sondern ein Lortschritt, 
bei dem der menschliche Wille eine einleitende Kraft ist. Aber im Leben, 
wie wir es kennen, vermag die geistige Entwicklung nur eine kleine 
Strecke zurückzulegen. Der Geist beginnt kaum zu erwachen, so nehmen 
*) Täuschen wir unsere Ainder nicht! Wenn aus keinem anderen Grunde, so aus 
dem, den Plato anführt, weil, wenn sie dahin gelangen, dasjenige nicht mehr zu glauben, 
was wir ihnen als fromme Label erzählt haben, sie auch das nicht mehr glauben werden, 
was wir ihnen als Wahrheit gaben. Die Tugenden, die sich auf das eigene Selbst beziehen, 
bringen gewöhnlich ihren Lohn. Sowohl ein Kaufmann als der Dieb wird mehr Erfolg 
haben, wenn er mäßig, vorsichtig und seinen Versprechungen getreu ist; was aber die 
Tugenden betrifft, die sich nicht auf das eigene Selbst beziehen: 
„Es scheint ein Märchen aus der Geisterwelt, 
Wo jedermann erhält, was er verdient, 
Und jedermann verdient, was er erhält."
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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