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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

156 Dritter Abschnitt. Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen. 
man den Versuch machen, die Mannigfaltigkeit dieser Beziehungen, 
welche zwischen Konjunktur, Geldmarkt und Börsenspekulation mög 
lich sind, in ein enges Schema zu pressen. Es besteht also jedenfalls 
ein enger Zusammenhang zwischen dem Geschäftsgang an der Börse 
und den Wandlungen der Konjunktur. Beide beeinflussen sich gegen 
seitig. Die wirtschaftliche Konjunktur und ihre Entwicklung hat einen 
starken Einfluß auf die Börse und die Börsenspekulation, und die 
letzteren beiden üben dann einen starken Einfluß auch auf den Gang 
der Konjunktur aus. Das kann sich auf den verschiedensten Wegen 
vollziehen. Einmal in der eben dargelegten Weise über den Umweg einer 
starken Inanspruchnahme von Bankkrediten, die dann unter besonders 
schwierigen Verhältnissen zu einer Rediskontierung von Wechseln 
und zu einer starken Belastung der Reichsbank führt. 
Der Zusammenhang zwischen Effektenspekulation und Kon 
junktur kann aber auch ein ganz anderer sein, worauf bereits Sombart 
in seinem Referat zu Hamburg über die Störungen im deutschen 
Wirtschaftsleben bei den Verhandlungen des Vereins für Sozialpolitik 
hingewiesen hat. Die Effektenspekulation schraubt bei Beginn der 
Hausse die Kurse hinauf. Damit entsteht für das Unternehmen, wenn 
es demgegenüber keine Entwertung seiner Aktien herbeiführen will, 
die Notwendigkeit, seine Dividenden zu erhöhen, um sie den get- 
stiegenen Kursen anzupassen. Um dies erreichen zu können, wird 
vielfach die Produktion forciert, weil mit steigender Produktions 
leistung die Kosten zu fallen pflegen. Ein Weg aber, dieses zu er 
reichen, ist die Vergrößerung des Betriebes. In diesem Sinne kann 
die Effektenspekulation nicht nur steigernd auf die Produktion, son 
dern auch belastend auf den Kapitalmarkt wirken. Denn Betriebs 
erweiterungen sind ohne weitere Inanspruchnahme desselben in 
der Regel unmöglich. In beiden Fällen werden aber damit durch die 
Effektenspekulation Tendenzen ausgelöst, die für einen Umschwung 
der Konjunktur nach unten hin wirksam sein können. 
Der letzte Punkt, welcher in diesem Zusammenhänge zwischen 
Konjunkturbewegung, Geld;- und Kapitalmarkt zu besprechen ist, be 
trifft die Zusammenhänge zwischen Konjunkturwandel und Zah 
lungsbilanz, d. h. zu dem Umfange der internationalen Zahlungs 
verbindlichkeiten 1 ). Es sind zahlreiche Faktoren, welche für die 
Höhe dieser Verbindlichkeiten in Frage kommen. Der wichtigste dafür 
ist die Handelsbilanz. Es sei auf die oben gemachten Darlegungen 
verwiesen, daß in den Zeiten einer aufsteigenden Konjunktur die Ein 
fuhr zum Steigen, die Ausfuhr zum Sinken tendiert und daß die Ver- 
U Für die Periode 1902—1908 sind diese Zusammenhänge eingehend 
von E s s 1 e n a. a. 0. dargestellt worden.
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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