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Weltporto-Reform

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Bibliographic data

Contents: Weltporto-Reform

Monograph

Identifikator:
1027928145
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-159926
Document type:
Monograph
Author:
Cunningham, William http://d-nb.info/gnd/128907487
Title:
The Industrial Revolution
Place of publication:
Cambridge
Publisher:
The University Press
Year of publication:
1922
Scope:
xxii S., S. 404-886
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Document type:
Monograph
Structure type:
Contents
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Weltporto-Reform
  • Contents
  • Title page
  • Vorrede und Einleitung
  • Kapitel I. Das Inlandsporto als Auslandsporto
  • Kapitel II. Die Weltportobewegung des letzten Jahrzehnts
  • Kapitel III. Der Entwicklungsgang des In- und Auslandsportos
  • Kapitel IV. Der Siegeszug des internationalen Pennyportos
  • Kapitel V. Der Chinesische Weltpostverein
  • Kapitel VI. Die Transitgebühren im Weltpostverkehr
  • Kapitel VII. Welt-Pennyporto und Postfinanzen
  • Kapitel VIII. Verkehrssteigerungen nach Portoermässigungen
  • Kapitel IX. Einnahmeausfälle und Mehrausgaben
  • Kapitel X. Reformvorschläge
  • Kapitel XI. Weltverkehr, Weltbriefmarke und Weltmünze
  • Anhang. Kapitel XII. Die Sonderpostenvereine im Weltpostverein

Full text

\ 
XVI 
Das liberale Ministerium Melbourne musste nun aber am 2. September 18-11 
zurücktreten. Im Lande herrschte seit einiger Zeit eine allgemeine Geschäfts 
depression. Die Einnahmen der Post gingen unter dem Pennyporto sehr 
zurück (vgl. S. 103); heute sagen wir: Gottlob!, denn die fiskalische Ueber- 
spannung der alten Ueberschusswirtschaft war eine schwere Verirrung 
gewesen. Trotzdem erklärte sich der neue Premier Peel für Beibehaltung 
des neuen Tarifs. Hills Posten war um ein Jahr verlängert worden, doch 
er stiess jetzt auf grosse Widerstände auch beim neuen Generalpostmeister, 
und obwohl er sich zu unentgeltlicher Weiterarbeit erbot und gern fest 
angestellt worden wäre, um sein Werk, das nun ganz in den Händen von 
Gegnern lag, fortzuführen, musste er doch nach Ablauf des dritten Jahres 
(am 14. September 1842) abtreten. 
Baring fand diese Behandlung seines früheren Untergebenen sehr 
„schäbig“ (shabby). Aber auch an anderen Sympathiekundgebungen fehlte 
es dem Urheber des Pennyportos nicht. Der Abgeordnete Co bden schrieb 
ihm einen sehr freundschaftlichen Brief, worin er die Hoffnung aussprach, dass 
Hill , beim nächsten Regierungswechsel wieder an das alte ; Ruder käme, 
und da er zu dem Zweck bis dahin unabhängig bleiben müsse und das 
Land in seiner Schuld stünde, ein Arbeiter aber seines Lohnes wert sei 
so wäre eine Nationalsubskription zu seinen Gunsten geplant. Während 
der Amtszeit hatten übrigens Hills Ausgaben seine Einnalunen bei weitem 
überstiegen. Er musste aber seine Familie unterhalten. 
Es traf sich nun gerade, dass damals die Brighton-Eisenbahn 
gesellschaft, deren Aktien von 50 auf 35 £ gefallen waren, ihre Betriebs 
direktoren durch neue zu ersetzen wünschte, und man trug nun auch dem 
stellungslosen Postreformer einen solchen Posten an. Er nahm an, wurde 
bald Chairman (Generaldirektor) der Gesellschaft, hob ihre Aktien bis 
1845 auf 75 £ und hatte damals unter Einschluss seiner Aktienanteile ein 
Jahreseinkommen von 6000 £ (122 400 M). Seinen weiten Blick zeigte 
er auch hier. Er liess auf jedem Zuge der Linie die .Post stets unentgelt 
lich mitgehen und täuschte sich nicht in der Annahme, dass der Brief 
verkehr auch den Personenverkehr heben würde. Etwa vier Jahre 
lang (1843—1846) bekleidete er diese Stellung, dachte aber immer wieder 
an seine Rückkehr in den Postdienst. 
Unterdessen hatte der Kaufmännische Verein im März 1844 öffentlich 
eine Subskription veranstaltet und zu einem Ehrengeschenk (testimonial) 
für Hill aufgefordert. Schon zu Anfang 1845 ging ihm ein Scheck über 
10 000 £ zu, und am 17. Juni 1846 fand die formelle Überreichung der 
ganzen Spende in Höhe von 13 000 £ (265 000 M) statt. 
Nach dem Rücktritt der Toryregierung forderten Abgeordnete, be 
sonders Warbnrton, die Wiederanstellnng Hills. Dieser wollte aber keinen 
niedrigeren Posten, denn als „Secretary“ annehmen. Doch der Platz war 
immer noch von seinem alten Gegner, dem Obersten Maberly besetzt, der 
auch 1500 £ Gehalt bezog, und da nur ein Platz von 1200 £ vakant was, 
entschloss sich Hill erst nach langem Zaudern und weil er sich durch die 
Nationalsubskription verpflichtet fühlte, diesen neben Maberly anzunehmen.
	        

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Weltporto-Reform. Druck und Verlag von Liebheit & Thiesen, 1910.
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