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Kann das Geld abgeschafft werden?

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Bibliographic data

fullscreen: Kann das Geld abgeschafft werden?

Monograph

Identifikator:
1028387520
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-173126
Document type:
Monograph
Author:
Cohn, Arthur Wolfgang http://d-nb.info/gnd/12524391X
Title:
Kann das Geld abgeschafft werden?
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
142 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kann das Geld abgeschafft werden?
  • Title page
  • Contents

Full text

3 
Welche Art der Werthaltung ist nun aber wieder der Akt der 
spezifischen Sinngebung? Und erlangt das Geld überhaupt durch 
eine bestimmte Art der Wertschätzung seine Bedeutung, oder ist 
nicht seine Beliebtheit umgekehrt die Folge davon, daß es Geld 
ist? Wir schätzen am Goldstück den Glanz, am Papier die Sauber- 
keit, und doch hängt es offenbar nicht von dem Glanz und der 
Sauberkeit der Gegenstände ab, ob sie Geld sind; auch die ver- 
blichene Münze, der schmutzstarrende Schein braucht den Geld- 
charakter nicht verloren zu haben. Bei schärferer Überlegung 
kommen wir zu dem Ergebnis, daß wir es den Münzen und 
Scheinen überhaupt nicht ansehen können, ob sie Geld sind — 
es sei denn, daß wir dessen Merkmale schon kennen —, und daß 
auch die tatsächliche Wertschätzung des Geldes das Vorwissen 
um seinen Geldcharakter bereits voraussetzt. Wir werten das 
Geld entsprechend seiner Geltung; nicht gilt es durch die bloße 
Wertschätzung (vgl. die treffende Kritik Bendixens — In- 
Nationsproblem, S. 21 fig. — an dem Diehlschen Metallismus). Man 
muß von dem Wert des Geldstoffes, auch von der staatlichen Sank- 
tion zunächst absehen, wenn man zu dem Wesen des Geldes vor- 
dringen will; denn auch die unschönen, ja selbst die unechten, 
gefälschten Geldstücke und -scheine sind immer noch Geld, — so- 
lange sie als solches gebraucht werden. Nicht vom Äußeren 
oder von der urkundlichen Echtheit her erschließt sich der Sinn 
des Geldes, sondern in seinem Gebrauch, Nach Knapp ist das 
Geld „ein Geschöpf der Rechtsordnung“. Die Falschmünzerei in- 
des bedeutet gerade einen Bruch dieser Ordnung; der Taler ist 
ein productum sceleris, Trotzdem kann er Geld sein, wie die Er- 
fahrung zeigt. In keiner Weise wird das echte vom unechten 
Geld unterschieden, bevor sein Mangel von den Hütern der ver- 
jetzten Rechtsordnung entdeckt und bekannt gegeben ist. Mit 
dieser Bekanntmachung aber — und erst recht mit seiner Ein- 
ziehung — hört der falsche Taler auf Geld zu sein, da er nun 
als solches nicht mehr brauchbar ist. Der bewußte Gebrauch der 
falschen Münze ist mit der Gefahr der Bestrafung verknüpft, und 
Jamit hat sie ihre Rolle ausgespielt. 
Der Sinn des Geldes also — seine Brauchbark eit; die 
spezifische Rolle, die es als Werkzeug menschlichen Handelns 
spielt, macht seine Eigenart aus. Und zwar sind es insbesondere 
zwei Verhaltungsweisen, welche das Geld zum begrifflichen Korrelat 
haben, sich ihm gegenüber als sinngebend erweisen: das Rechnen 
ınd das Zahlen.
	        

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Die Deutschen Im Auslande. Verlag von Karl Siegesmund, 1889.
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