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Kann das Geld abgeschafft werden?

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Bibliographic data

fullscreen: Kann das Geld abgeschafft werden?

Monograph

Identifikator:
1028387520
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-173126
Document type:
Monograph
Author:
Cohn, Arthur Wolfgang http://d-nb.info/gnd/12524391X
Title:
Kann das Geld abgeschafft werden?
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
142 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kann das Geld abgeschafft werden?
  • Title page
  • Contents

Full text

20 — 
Verhältnisses der Waren zum umlaufenden Geld sich ergibt, unterscheiden 
manche Kredit- und Geldinflation, Beide Fälle gehören zum Bereich unserer 
jüngsten Erfahrungen. So gab es in Deutschland 1914 eine Geldinflation, 
die sich aber im Verlaufe der nächsten Jahre immer mehr zur Kreditinflation 
auswuchs, Bei der sog. Geldinflation ist zur Zeit der Geldschöpfung 
noch kein starkes Übergewicht gegenüber der Warenmasse vorhanden; es 
kommt das erst durch eine erhebliche Abnahme der dem unveränderten 
Geldvorrat gegenüberstehenden Gütermenge zustande. So erklärt sich bei 
uns die erste inflatorische Geldschöpfung als die Erscheinungsform der „durch 
die Erteilung der Kriegskredite begründeten zusätzlichen Kaufkraft des 
Staates‘‘ (He yn, Wiederherstellung, S. 403). Sie ergab zunächst ungeheuer 
vermehrte Umsätze auf dem Markt der Kriegsindustrie. Das hieraus folgende 
starke Anwachsen der Produzenteneinkommen führte zu einer Vermehrung 
der Nachfrage nach Genußgütern. Auf der anderen Seite kamen aber die 
Waren, an denen die Verkäufer so stark verdienten, ihrerseits nicht dazu, 
der Befriedigung der Volksbedürfnisse zu dienen, sondern wurden in der 
Kriegführung ‚„verpulvert‘‘, Die Endwirkung: „Die Summe der Ansprüche 
an das Nationalvermögen ist gewachsen, während dieses Vermögen selbst 
sich nicht vermehrt hat; die neuen Ansprüche rühren her aus Lieferungen, 
Leistungen und Diensten; rechnet man sie, wie jeder Einzelne es tut, gesondert 
aus und fügt sie dem Gesamtbestande des Vermögens hinzu, so hat sich dieses 
scheinbar stark erhöht, während in Wirklichkeit nur 100% vorhanden sind, 
30 daß also die Ausgabe auf Kosten der Werteinheit erfolgt ist‘‘ (Rathe- 
nau, S.9; ähnlich Cassel, Sozialökonomie, 5. 565/566). Der andere Fall, 
die ‚Kreditinilation“, zeigt sich heute ganz besonders bei der „un- 
produktiven Erwerbslosenfürsorge‘ ; hier haben wir ein Zerrbild von Sch u m- 
peters „Synchronisierung‘“, die „im normalen Gang des Wirtschafts- 
prozesses ermöglicht, daß die Volkswirtschaft gleichsam das Resultat ihrer 
Produktion erhält, ehe es produziert worden ist. Deshalb kann es auch 
schon vorher verteilt werden; jeder lebt von seinem produktiven Beitrag, 
aber er erhält ihn gleichsam anticipando'‘‘ (Sozialprodukt. S. 6233). 
Die — reale oder formale — Kaufkraft, die der Kreditnehmer 
überwiesen erhält, ist vielfach derart verkörpert, daß ihre Geltend- 
machung räumlich (Wechsel, zahlbar an einem bestimmten Orte, 
Stadt-Notgeld), zeitlich (Kriegsanleihezinsscheine) oder durch das 
Erfordernis besonderer Förmlichkeiten der Übertragung (Indossa- 
ment, Verrechnungsscheck) beschränkt ist. In diesem Falle haben 
wir es nicht mit vollgültigem Geld. sondern mit Geldsurrogaten 
zu tun. 
Entscheidend für die wirtschaftliche Grenzzichung zwischen 
Geld und Geldsurrogat ist lediglich die Anerkennung im wirtschaftlichen 
Verkehr, nicht etwa nur die rechtlichen Bestimmungen. Schon Marx hat 
das gegenüber dem Proudhonschen ‚„Authentizismus‘“ scharf hervor- 
gehoben: ‚Gold und Silber sind nur deswegen von Rechts wegen jederzeit 
ımtauschbar. weil sie es tatsächlich sind: und sie sind es tatsächlich. weil die
	        

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Die Textilindustrie Sämtlicher Staaten. Druck und Verlag von Fried. Vieweg & Sohn, 1917.
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