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Kann das Geld abgeschafft werden?

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Bibliographic data

fullscreen: Kann das Geld abgeschafft werden?

Monograph

Identifikator:
1028387520
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-173126
Document type:
Monograph
Author:
Cohn, Arthur Wolfgang http://d-nb.info/gnd/12524391X
Title:
Kann das Geld abgeschafft werden?
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
142 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kann das Geld abgeschafft werden?
  • Title page
  • Contents

Full text

32 
IV. 
Nicht zu verwechseln ist der Geldmarkt mit dem Kapital- 
markt und das Agio mit dem Zins. Aus der Auffassung des 
Geldes als Verkörperung subjektiver, abstrakter, nominaler, aktueller 
Kaufkraft folgt mit Notwendigkeit seine — wiederum privatwirt- 
schaftliche — Wertung als Kapitalkraft. Kann jedes dauer- 
hafte Gut als „vorgetane Arbeit, der noch Arbeit nachzutun ist“ 
"Rodbertus), „Realkapital“ (Cassel), „Produktiv- oder Sozialkapital“ 
'Böhm-Bawerk) der Fortführung des Wirtschaftsprozesses dienen, 
so kann das, privatwirtschaftlich gesehen, kraft seiner steten 
Umtauschmöglichkeit auch das Geld: ein „Kapital im abstrakten, 
geldwirtschaftlichen Sinne“, wie Cassel es nennt, „eine Geld- 
summe, die für den Augenblick in einem gewissen konkreten 
Realkapital verkörpert ist, die aber zu jeder beliebigen Zeit durch 
Verkauf desselben und Ankauf eines anderen eine neue und be- 
liebige konkrete Form annehmen kann“ (Sozialökonomie, S. 43). 
Die Kapitalnatur des Geldes ist außerordentlich umstritten. Im 
einzel wirtschaftlichen Sinne läßt man es meist als solches gelten: „An 
sich ist das Geld allerdings unfruchtbar, daher streng genommen nicht Kapital- 
zut, von dem immer ein Ertrag erwartet wird; für das einzelne Wirtschaf{ts- 
subjekt hat es aber die volle Wirkung eines Kapitalsgutes, weil man sich mit 
hm unter normalen Verhältnissen jederzeit ein Kapitalgut beschaffen kann, 
las selbst einen Ertrag liefert‘ (Gruntzel, S. 21; ähnlich Mises, 
Theorie, S. 84). Dagegen zählen viele — außer den eben Genannten auch 
Oppenheimer und Unruh — das Geld nicht zum rein wirtschaft- 
.ichen Kapital; denn „pecunia pecuniam parere non potest: das Geld kann 
ıicht hecken‘“, Andere wieder nehmen hieran keinen Anstoß; so Böhm- 
Bawerk (II, S. 70/7.) und vor allem Schumpeter, der das Produk- 
‘ivkapital geradezu „definiert als jene Summe von Geld und anderen Zah- 
lungsmitteln, welche zur Überlassung an Unternehmer in jedem. Zeitpunkte 
verfügbar ist‘ (Theorie, S. 236, ähnlich auch S. 250; vgl. auch Helffe- 
rich, S. 236). Wieder andere — Philippovich, Amonn — ver- 
mitteln hier; sie sprechen rein wirtschaftliche Güter ebenso wie Geld als Kapi- 
tal an, sofern beide eine durch eigene Verwendung oder kreditweise Über- 
lassung nutzbare ‚„‚Vermögensmacht an sich‘, eine „abstrakte wirtschaft- 
liche Verfügungsgewalt‘“ darstellen. Adolph Wagner läßt gleichfalls 
„Geldkapital und Naturkapital‘ gelten (S. 171) und nennt das Geld in seiner 
Kapitalfunktion ‚„Produzentengeld, Unternehmergeld, Geschäftsgeld‘“, — 
im Gegensatz zum ‚„„Konsumenten- oder Konsumenteneinkaufsgeld‘“ (S. 159). 
Ganz ablehnend verhält sich Bendixen: „Der Geldbegriff hat in 
seiner Reinheit mit Kapital nichts zu tun‘“ (Wesen, S. 42). 
Die heutigen Geldtheoretiker vertreten also in ihrer Über- 
zahl eine ganz und gar privatwirtschaftliche, im ‚engsten Sinne 
„kapitalistische“ Auffassung von der Kapitalnatur des Geldes. Um 
so mehr muß wenigstens der Unterschied des abstrakten, nomi-
	        

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Lexikon Der Handelsgeographie. Verl. des Bibliogr. Inst., 1882.
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