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Kann das Geld abgeschafft werden?

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Bibliographic data

fullscreen: Kann das Geld abgeschafft werden?

Monograph

Identifikator:
1028387520
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-173126
Document type:
Monograph
Author:
Cohn, Arthur Wolfgang http://d-nb.info/gnd/12524391X
Title:
Kann das Geld abgeschafft werden?
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
142 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kann das Geld abgeschafft werden?
  • Title page
  • Contents

Full text

33 
nalen „Geldkapitals“ vom konkreten Realkapital betont worden. 
Das Geld ist auch hier durchaus nicht nur die „Form“ einer be- 
stimmten Gütermenge und das Gelddarlehen etwa bloß ein ver- 
schleierter Warenkredit. Kredit heißt: Verzicht auf die gegen- 
wärtige Nutzung von Gütern im „Vertrauen“ auf zukünftige er- 
höhte Nutzungsmöglichkeiten. Was wird nun beim Gelddarlehen 
kreditiert? Waren in Geldform? Oder nicht vielmehr abstrakte, 
nominale Kaufkraft, die es „dem Inhaber ermöglicht, jederzeit in 
den Besitz von Realkapital in jeder beliebigen Form zu ge- 
langen“ (Cassel, Sozialökonomie, S. 379)? Das gerade ist ja auch der 
Unterschied des Geldes von den Geldsurrogaten: Der Wechsel ist 
mit dem Geschäft verknüpft, aus dem heraus er entstanden ist; 
eben wegen dieser kausalen Bedingtheit besitzt er nur beschränkte 
Verkehrsfähigkeit, ist er bloß Geldsurrogat, das erst in richtiges 
Geld umgesetzt: diskontiert werden muß. Dem Gelde sieht man 
es niemals an, ob es „Kreditmittel“ ist; denn alles Geld ist heut 
Kreditgeld, der Geldwert ist kein natürlicher Sachgehalt, sondern 
eine gesellschaftliche Fiktion, und aller Geldverkehr beruht auf 
dem Vertrauen der Wirtschaftspersonen zu der'im Geld verkörperten 
1ominalen Kaufkraft, Die Kaufkraft der Geldbesitzer steigt oder 
fällt je nach dem Verhältnis von Geldstrom und (Güterstrom, — 
das ist die einzige Art der Verknüpfung des Geldes mit den Sach- 
gzütern, also auch dem Realkapital. 
Wicksell löst mit Bezug hierauf sogar den Warenkredit, 
d. h. die Stundung des Kaufpreises beim Umsatz von Waren, in einen „mit 
einem Gelddarlehen verbundenen Barkauf und -verkaut“ auf, da anderen- 
'alils ja ‚,dasselbe,oder ein identisches Warenquantum zurückerstattet werden 
müßte mit Zinsen darauf‘ (S. 94). Auch Amonn will den Kreditbegriff 
ausschließlich mit dem des Geldes verknüpfen und ‚die reine Sachleihe jeden- 
falls aus dem nationalökonomischen Kreditbegriff ausschließen‘ (S. 422). 
Treibt Amonn hier den kapitalistischen Glauben an das allein seligma- 
;hende Geld auf die Spitze, so ist doch die nach der entgegengesetzten Rich- 
ung gewandte Stephingersche Scheidung zwischen Geld und „Kredit- 
mittel‘‘ ebenso unhaltbar. Als „Geld im vollsten Sinne“ bezeichnet Ste- 
phinger nur ‚das Metallgeld; das Papiergeld ist schlechtes Geld, weil 
‚mmer die Gefahr besteht, daß es zum bloßen Kreditmittel wird“ (Theorie, 
5. 128). „Es ist immer ein großer Spielraum von Gütern vorhanden, der 
in Bedarfszeiten vom Staat mittels Ausgabe uneinlöslicher und mit Zwangs- 
kurs versehener Noten zur Geldschöpfung herangezogen wird ... Wird 
der Spielraum überschritten, so vermindert sich die stoffliche Grundlage 
und das Geld wird zum versteckten Kreditmittel‘“ (ebenda, S. 119). Dem- 
gegenüber ist nur die Frage aufzuwerfen, ob Stephinger die neuer- 
lings ausgegebenen Reichsbanknoten und Kassenscheine nicht für Geld 
ansieht, und wo er in diesem Falle die Grenze ziehen will. Mit Recht weist 
Cohn, Kann das Geld abgeschafft werden?
	        

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Studies in Securities. Jas. J. Oliphant & Co., 1927.
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