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Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • J. v. Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch und dem Einführungsgesetze
  • Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • Allgemeiner Teil. §§ 241 - 432 erläutert von Dr. Ludwig Kuhlenbeck
  • Besonderer Teil. §§ 433 - 661, 705 - 758, 779 - 811 erläutert von Dr. Karl Kober; §§ 662 - 704, 759 - 778, 812 - 852 erläutert von Dr. Theodor Engelmann

Full text

1. Titel: Kauf. Taufh. 88 494, 495. 718 
Sefehgeber hat e8 alfo hier für zuläffig erachtet, die Wirkfamkeit Des 
Kaufe8 auf den Willen des RäuferS abzujtellen; notwendig it dabei 
nur, daß diefer Wille erfenndar zum Ausdrucke gelange, da er fonjt als 
ein interner Vorgang für den KRechtsverkehr nicht in Betracht kommen kann. 
OR 4 Art. 399 des alten HGB. ROS. Iur. Wichr, 1908 S, 711 f., DI. 
}. NA. Bd. 74 S. 94, Windfheid-Ripp Bd. II S 387, I und 893 Nr. 1, NOGHGG. 
Bd. 14 S. 204, Staub in Ann. 13 ff. feines br ta zu 8382 GOB., Mus- 
fat im ®ruchot, Beitr. Sb. 48 S. 210 ff. und Bd. 49 S. 472 ff., fowie Krug, 
Die Zuläfligkeit der reinen Wollenshedingung, 1904 S. 185 ff. und Düringer= 
Hachenburg (1. Aufl.) Bd. 3 S. 186 ff., aber au Walsmann, Iherings Yabrb. 
Bd. 54 S. 273 ff. Vol. ferner unter Bem. 8. 
Bon dem Kaufe auf Befiht im Sinne des S 495 ift der Jall zu unter[Heiden, 
daß „auf“ oder „nach“ Bericht oder „wie befehen“ gefauft wird, monad) der 
Verkäufer von der Haftung für jeden Mangel -frei wird, der durch eine 
Unterfuchung erfennbar geweien märe, vol. RNGE. in Zur. Wicdhr. 1906 
SS 549. 
„2, Die Bedingung kann an ıumd für ih fowobl aufihiebender als auf 
(Sfender Natur fein. Wal, Windfheid-Kipp Bd. II 8 387.) DVb daZ eine oder andere 
der Fall fein foll, it nadh dem Standpunkte des BOB. zunächft der Befitimmung 
durch die Varteien anheimgejtellt. Wurde (au3drücklich oder nach den Umftänden) 
nichts über diefen Punkt vereinbart, fo greift die im 5495 Abi. 1 SR 2 aufgeftellte 
AuSfegungstenel ein, daß eine aufichiebende Bedingung der Billigung anzı- 
nehmen ift. Bol. auch Art. 339 de8 alten HOB. . 
8. Billigung oder Nihtbilligung {tebt nach 8 495 6. 1 grundfäglidh ganz im 
Belieben des Käufers. 
» Mit Recht betont aber Planck zu S 495, daß e3 fih doch bei der Billigung 
oder MicHtbilligung feineSwea68 um ein ganz uneingef{dOränfktesS 
Wollen oder Nichtwollen des Käufer8 handelt. Das bereits beftehende 
Kechtsverhältnis erfordert definitive Seftitellung feiner Wirkfamfkeit. Aus 
diefem SGefichtspunkte hat das Sejeß die Neußerung der Billigung oder 
Nichtbilligung mit einer Sriftbeitimmung verbunden. Nähere 8 darüber 
ji. in 8496 mit Bem. 
Butreffend führt Dertmann Bem. 1 zu 8 495 aus, daß jenes Jubjektive Belieben 
durch den VeriragsSswillen der Parteien auch eine Sind ränkung auf 
einen en objektiven Standpunkt, inZbejondere auf den der Bett all 
würdigkeit erfahren kann; vgl. hiezu audh Staub in Anm. 15 a. a. DO. 
und ROGG. Bd. 14 S. 204. 
Cbenfo fan diefe ing Belieben geitellte Mißbilligung befhränkt werden auf 
den gerade gelieferten Gegenitand, fo daß auch im Kalle der Miß- 
Silligung ein RaufgeihHäft beftehen bleibt und nur ein anderer 
Gegenftand zu liefern ift. In dieje Kategorie ek die Bedingung des 
„Umtaufches“, wie er bejonders A bei Gefdhenfen für Dritte mit 
Rückficht auf deren Bedarf oder Gefchmack vorkommt. Dies i{t dann aber, 
‚ben weil der Kaufhandel als folcher heftehen bleibt, fein Kauf auf Probe 
im Sinne des 8 495; vol. hierüber Kipr. d. DLG. (Moftod) Yd. 2. S, 502 
und Seuff. Arch. Bd. 56 Nr. 196; 1. ferner auch IKpr. d. DLG. Bd. 8 S, 56, 
Dernburg $ 198 und dazZ bei Warneyer Bd. 1 zu S 495 zitierte Urt. D. 
DLSG. Dresden vom 11. Mai 1900; in diejem Urteile wird zutreffend aus- 
geführt, eine folde Bereinbarung bedeute nur, daß die Heitfebung des 
gekauften StückeS feine endgültige fei, der andere Teil aber als Käufer 
berechtigt und verpflichtet fein f{olle, im zwei Verträge dürfe das Gefchäft 
nicht zerlegt merden; zuftimmend in eingehender Nusführung. Dertmann, 
Die Umtaufchklawjel in Bl, f. NA. Bd. 71 S. 685, der die Konftruftion als 
Kauf mit facultas alternativa (ErfeßungsSbefugnis) des Künfer8 als Oläu- 
bigers vorfOfigt f. dajelbft auch über die verfchiedenen abweichenden 
Meinungen in Literatur und Praxis. Oleichgültig it für diefe Beurteilung, 
ob für den Umtaufch da3Z Belieben des Köäufer8 felbit oder eines Dritten 
G.B. des Ehegatten) entfcheidet (vgl. Dertmann in Bem. 1, d zu $ 495). 
Aus der Nechtiprechung vol. hiezuw au Seuff. Arch. Bd. 63 Nr. 182, 
ferner Rammergericht in BI. f. NR. i. Bez. d. Kammerger. 1907 S, 94 (SGefahr- 
iragung vor dem Umtaufche beim Rüuter) und Kıpr. d. DLSG. Celle Bd. 20 
S. 166 (Der Kauf auf „jederzeitigen“ Umtaufdh SEE dem Käufer nur 
eine billige Srift zur Vrüfung); 1. auch Kipr. d. VLG. Bd. 8 S. 56. 
3)
	        

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Recht Der Schuldverhältnisse. Schweitzer, 1910.
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