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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Abtrünnigen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel II. Der Staatssozialismus. 
479 
^ringen die Theorien der deutschen idealistischen Philosophen in die 
Diskussionen der Volkswirtschaftler ein und schwellen so, von der unver 
gleichlichen Kraft seiner Beredsamkeit getragen, die Flut, die sehr bald 
den manchesterlichen Liberalismus hinwegschwemmen wird. 
§ 3. Der eigentliche Staatssozialismus. 
Der Zeitraum, der zwischen dem 1864 erfolgten Tode Lassalle’s 
^ dem Kongreß zu Eisenach im Jahr 1872 liegt, ist für die Bildung 
es deutschen Staatssozialismus entscheidend. 
jo 7 ^ un ächst mindern die glänzenden Erfolge Bismarck’s von 1866 und 
T». die politische Bedeutung der Führer der liberalen Partei, deren 
mdheit im Gegensatz zu dem vorausschauenden Scharfsinn der Re- 
klar zutage getreten ist. Ein Schatten dieses Vorwurfs fiel auch 
den wirtschaftlichen Liberalismus, dessen Führer in Deutschland teil- 
die 1S Q *^ ese ^ en waren > wie die der liberalen Partei 1 ). Dagegen erhielt 
btaatsidee, wie sie im Kanzler des jungen Reiches verkörpert war, 
en n euen Glanz. Zur gleichen Zeit gewöhnt die historische Schule, 
| ? taate das Seinige (S. 409).“ — Indem Fichte von diesem Prinzip ausgeht, 
(Lanf t - er VOr ’ einen Staat zu organisieren, in dem die Mitglieder eines jeden Berufes 
der i rte ’ Handwerker, Händler usw.) einen kollektiven Kontrakt mit den Mitgliedern 
Arh eron Berufe abzuschließen, — in dem sie ihnen versprechen, sie nicht in ihrer 
kerst'p b . eeintr ächtigen, sondern ihnen die Lieferung der Gegenstände, die sie selbst 
daß a- '’ in genügender Menge zu garantieren. Der Staat würde darüber wachen, 
, 10 Anzahl der Personen in jedem Berufe nicht zu groß und nicht zu klein sei. Er 
h er „ C , ,. n Breis der Waren festsetzen. Da jedoch der Außenhandel dies durch Kontrakt 
Gleichgewicht stören würde, dessen Folge die Verbürgung der Existenz- 
Seschl 6lt e * neS i eden ware > müßte der Handelsstaat durch Zollschranken völlig ab 
in sei° SSCn Werden - — Bas ganze Werk ist originell und interessant. A. Mengek, der 
kurze 1 '/ 111 ^ ucb: »Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag, im 2. Kap. eine 
kegi ^ Usam menfassung davon gibt, glaubt, daß Fichte zu seinem Buch durch die 
Haxim 1111 ^ ^ es Konvents während der Schreckensperiode, durch die Einrichtung des 
Won], Um ! und der Assignaten, vielleicht auch durch die Ideen Babeuf’s angeregt 
Uich t etl S6 -'‘ kiCHTE unterläßt aber nicht, darauf hinzuweisen, daß sein Handelsstaat 
dßshalh W - 6 61 ' bn au Hührt, verwirklicht werden kann, daß aber ein Buch, wie das seinige 
Iqjt nicht weniger nützlich ist, da es dem Politiker allgemeine Grundregeln gibt. 
| aru i u e des großen Krieges hat man oft von der wirtschaftlichen Organisation Deutsch- 
' v ähr wi Sa lP’ daß sie das FiCHTE’sche Ideal verwirklicht hätte. Aber alle Staaten haben 
Gleich <lieser Periode den Versuch gemacht, durch Verordnungen eine Art von 
halten Wicbt zwi schen den lebenswichtigen Zweigen der Erzeugung aufrecht zu er- 
Weiß"’ unter möglichst vollkommener Ausschließung der fremden Einfuhren. Man 
welchen Schwierigkeiten! 
in o lr otzdem ist es bemerkenswert, daß die meisten der zwischen 1866 und 1875 
jjn^ ^ütsehland eingeführten Handels- und Finanzmaßnahmen (Maß- und Gewicht- 
ndttelh kieldsystem, Organisation der Banken, Industrieordnung, Zollpolitik) un- 
öar auf den Prinzipien des wirtschaftlichen Liberalismus beruhten.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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