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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1029261784
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50039
Document type:
Monograph
Author:
Gide, Charles http://d-nb.info/gnd/117543985
Rist, Charles http://d-nb.info/gnd/172332966
Title:
Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
Edition:
Zweite Auflage / nach der dritten französischen Ausgabe herausgegeben von Franz Oppenheimer
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 804 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

Kapitel I. Die Hedonisten. 
565 
zialismus unterliegt auch die zwischen beiden stehende Lehre, die wir 
im vorhergehenden Buch unter dem Namen Staatssozialismus studiert 
haben, einer Umwandlung. Sie wird, wenigstens in Frankreich, zum Soli- 
darismus, der sich gleichzeitig bemüht, die Einmischung des Staates zu 
rechtfertigen, indem er sie auf neue Grundlagen stellt, und sie doch auf 
ihre rechten Grenzen zu beschränken. Er versucht auf diese Weise die 
Synthese des Individualismus und des Sozialismus herzustellen. 
Dies sind die großen Strömungen, die wir in den folgenden Kapiteln 
zu beschreiben versuchen werden. Indem wir sie unter dem Namen „Lehren 
der neuesten Zeit“ zusammenfassen, haben wir damit weniger die Zeit 
ihrer Entstehung (die oft ziemlich weit zurückliegt) bezeichnen wollen, 
als das Bestreben, die älteren Lehren, deren Ausdruck sie sind, mit neuem 
Leben zu erfüllen. Vielleicht hätten wir, — indem wir einem anderen 
wissenschaftlichen Bereich eine bekannter gewordene Bezeichnung ent 
lehnten — sie als „modernistische“ Lehren betiteln sollen, wenn es uns 
nicht verwegen erschienen wäre, unter einem allzu bezeichnenden Ausdruck 
so verschiedenartige Auffassungen zusammen zu fassen, die unterein 
ander nur durch ein chronologisches Band verbunden sind. 
Kapitel I. 
Die Hedonisten. 
-§ 1. Die Pseudo-Renaissance der klassischen Schule. 
Um dieser neuen Doktrin ihren richtigen Platz anzuweisen, muß man 
auf das Kapitel über die historische Schule zurückgreifen. Wir haben ge 
sehen, wie diese Schule die klassische Richtung kritisiert hatte, indem sie 
sich hauptsächlich auf den Gesichtspunkt der Methode stellte, den Glauben 
an angeblich beständige und allgemeingültige, natürliche Gesetze zurück 
wies, und die Möglichkeit leugnete, auf sie eine Wissenschaft, nämlich ein 
System zusammenhängender Lehrsätze zu gründen. Sie hatte aus der 
Nationalökonomie eine Art von Klassifikation von beobachteten Tatsachen 
gemacht. 
Es war vorauszusehen, daß der Pendelschlag, der die Zeit in der Ge 
schichte der Ideen mißt, die der abstrakten Methode günstige Stunde 
wieder herbeiführen würde. Dies ist denn auch eingetreten. Gerade in 
dem Augenblick, als die Lehren der historischen Schule im Zenith standen, 
gegen 1872—1874, beanspruchten mehrere hervorragende Volkswirt-
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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