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Die Frau und die Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau und die Arbeit

Monograph

Identifikator:
1029343713
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72101
Document type:
Monograph
Author:
Schreiner, Olive http://d-nb.info/gnd/118795457
Title:
Die Frau und die Arbeit
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (180 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Parasitimus (Fortsetzung)
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau und die Arbeit
  • Title page
  • I. Parasitimus
  • II. Parasitimus
  • III. Parasitimus (Fortsetzung)
  • IV. Die Frau und der Krieg
  • V. Geschlechtsunterschiede
  • VI. Einige Einwände
  • Contents

Full text

7 2 
bittersten Feinde der Bestrebungen der Frauen sind, die 
ihre Lage verbessern wollen. Nicht einmal die Angehöri 
gen jener Berufe, die gewöhnlich als das Bollwerk von 
Konservatismus und Vorurteil gelten, haben sobald eine 
kurzsichtigere Opposition gegen die Versuche der Frauen, 
in neue Arbeitsgebiete einzudringen, geübt, als wieder 
und wieder die männlichen Arbeiter, sowohl als In 
dividuen, wie in der organisierten Macht der Tra- 
deunions.* Sie haben, wenigstens einige von ihnen, die 
Frauen nicht nur von neuen Feldern geistiger und sozialer 
Arbeit auszuschließen gesucht, sondern selbst von den al- 
Sachen nach Hause zu bringen, und es fiel ihr nicht ein, sie selbst zu tra 
gen, trotzdem sie vollständig gesund und kräftig war. Die Amerikanerin, 
ein Abkömmling von Generationen tüchtiger, tätiger Puritaner, nahm die 
Hammelkeule unter den einen und das Paket Kleider unter den andern 
Arm und ging damit durch die Straßen der Stadt nach der Wohnung der 
staunend hinter ihr hertrottenden Schmarotzerin. 
Der Fall hilflosester, weiblicher Dekadenz, der mir je begegnet ist, war 
der einer Tochter eines armen englischen Reserveoffiziers, der von einer 
sehr kleinen Pension lebte. Diese Person konnte weder kochen, noch 
nähen, noch hatte sie irgendwelche geistige, soziale oder künstlerische 
Beschäftigung. Sie konnte wohl eine Nacht durchtanzen oder einen 
Nachmittag Tennis spielen, war aber kaum imstande, sich selbst zu 
frisieren oder anzukleiden und schien absolut alle Fähigkeit verloren zu 
haben, sich zu irgendeiner Sache zu zwingen, die ihr im Moment unan 
genehm oder anstrengend war, wie dies eben bei jeder Arbeit vorkommt, 
wieviel Befriedigung sie auch schließlich bringen mag. In den achtund 
zwanzig Jahren ihres Lebens hatte diese Frau wahrscheinlich nicht eine 
einzige Stunde ernster physischer oder geistiger Arbeit zu der Total 
summe menschlicher produktiver Leistungen beigetragen. Hätte sie in 
mitten vieler Morgen kultivierbaren Landes gelebt, so würde sie doch 
wahrscheinlich lieber Hungers gestorben sein, als daß sie auch nur einen 
halben Acker zu ihrer Nahrung bestellt hätte. Das ist ein extremer Fall; 
aber das schließliche Resultat des Parasitismus ist immer eine Lähmung 
des Willens und die Unfähigkeit, sich selbst zu irgendeiner Handlungs 
weise zu zwingen, die momentan unangenehm oder anstrengend ist. 
Die Verhältnisse scheinen in den anglikanischen Ländern etwas an- 
t * ers zu liegen als bei uns, wo der Arbeiter in der Frau wohl die Lohn 
drückerin bekämpft, die Gleichberechtigung der Frauen aber gerade von 
der organisierten Arbeiterschaft in unserer Zeit voll anerkannt wird 
und Arbeiter- und Frauenbewegung, so verschieden sie in ihrem Wesen 
sind, von gleichem Zukunftsglauben und persönlichem Opfermut ge 
tragen werden. Anm. d. Ubers.
	        

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Die Frau Und Die Arbeit. Eugen Diederichs, 1914.
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