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Der Brotwucher

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Bibliographic data

fullscreen: Der Brotwucher

Monograph

Identifikator:
1029401462
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178646
Document type:
Monograph
Author:
Kaff, Siegmund http://d-nb.info/gnd/138991537
Title:
Der Brotwucher
Place of publication:
Wien & Leipzig
Publisher:
Perles
Year of publication:
1925
Scope:
80 S
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Brotwucher
  • Title page
  • Contents

Full text

Bon Zöllen, Steuern und fonftigen Aogaden. 19 
1 
die Mühlen zum Nachteil des Koniums eine Begünftigung- erhalten. 
Und e8 waren doch „Konjumentenvertreter“ !*) Warum beflifjen fie fich 
einer fo refervierten Haltung, die fogar von der jeBigen abfticht? Die 
Bergeßlichkeit und Kritiklofigkeit der Mafjjen ermöglichen eben eine der- 
artige — fagen wir: großmütig-vornehnıe — Vertretung der Kon- 
fumentenintereffen, und der „Vertrauensmänner“ ift man ja fiher. Bon 
diejer Seite Kommt Keine Kritik und wenn, findet man Mittel und Wege, 
um fie zu unterdrücen. Als unter der Regierung Renner der erfte 
Entwurf zur Warenumfaßfteuer daz Licht der Öffentlichkeit erblidte, 
erlaubte fih ein fozialdemokratijhes Blatt, welches die Intereffen der 
Konfumenten wahrzunehmen Hatte, folgende Kritik: 
„Der arme Schluder von Verbraucher joll nun die fargen Bifjen, die er fich 
feiften fan, auf dem ganzen Wege vom Dorf bis in jeine Küche Hinein verfieuern. 
Betrachten wir daz Brot: Auf das Getreide, welches der Bauer liefert, wird die 
Umjagfteuer dem SGetreidehHändler, von diefem dem Müler, vom Müller dem Mehl- 
händler und Bäcker, durch Iegtere dem Konfumenten aufgerechnet, wobei an andere 
3Zwijdhenhände (Agenten, Makler, Kommifjionäre zc.) nicht gedacht ift. Daz Getreide, 
beziehungsmeije Mehl erfährt aljo eine Verteuerung, die alle fozialpolitijdhen Grenzen 
meitaus überfteigt. Beim Endprodukt, dem Brot, beträgt die Umfaßfteuer dann 
nicht nıehr 1*/, Prozent, jondern 8—10 Prozent der Geldjumme, die für die ent- 
jprechende Mehljumme geleiftet murde. So wirkt die Umfaßftener wie das bekannte 
Schneeballen]yjtem. Sie vergrößert fi in geometrifjher Progreffion; e3 ift eine 
au8geiprochene Progreffionfteuer . . . Zu all den indirekten Abgaben, gegen die die 
Sozialdemokratie feit Laffalles Zeiten mit Feuereifer gefämpft Hat, kommt jeßt noch, 
gleichjam als Krönung des Gebäudes, die Umjaßfteuer. 
€ ijt ein tragijdhes Verhängnis für die jozialdemokratijdhe Partei, daß fie zu 
ziner Beit zur Herrichaft gelanat, wo der Sozialismus infolge des Zujtandes der 
Wirtichaft nicht nur nicht verwirklicht werden kann, fondern wo er auch die elemen- 
laren Forderungen feines Programms wenigjtenz bis auf weitere8 preisgeben muß, 
um nur überhaupt den Menjchen die Frijtung des Lebens zu ermöglidhen .... 
Sollte nicht bloß der Weg zur Hölle mit guten VBorfäßen gepflaftert fein, fondern 
auch der Weg zum Sozialismn8? ... Verheißen murde doch die Befeitigung der 
indirekten Abgaben und der Effekt ift deren Erhöhung .... Die Genoffen]chaften 
merden gut tun, fih die Kegierungsvorlage genau anzujehen, wenn auch Sozialiften 
bafür mitverantmwortlich find .... Die Umfagfteuer ift ein Fauftjchlag gegen die 
Intereffen der Konfumbereine, ein Hohn auf jede joziale Idee, in der Finanzpolitik 
eine Diskrebitierung der Demokratie, eine Schädigung des Konjums ... *“ 
Cine {olde Sprache in einem jozialiftijhen Blatte gegen die Bonzen, 
die nur byzantinijdge Beweihräucherung aewohnt waren, fang wirklich 
*) AI ih dies in dem Verbandsorgan der Konfjumvereine feinerzeit Feftftellte, 
reagierten die Genofjen nicht mit einem Wort. Dafür rächten fie fich bei einer [päteren 
Selegenheit, die ihnen geeigneter [dhien, mit Zenfur und Verunglimpfungen jowie mit 
ber Bedrohung meiner Eriftenz.
	        

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Der Brotwucher. Perles, 1925.
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