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Der Brotwucher

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Bibliographic data

fullscreen: Der Brotwucher

Monograph

Identifikator:
1029401462
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-178646
Document type:
Monograph
Author:
Kaff, Siegmund http://d-nb.info/gnd/138991537
Title:
Der Brotwucher
Place of publication:
Wien & Leipzig
Publisher:
Perles
Year of publication:
1925
Scope:
80 S
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Der Brotwucher
  • Title page
  • Contents

Full text

Bon Zöllen, Steuern und fonftigen Abgaben. 21 
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an {(Owerften belaften, unbedingt und mit aller Snergie bekämpft wer- 
sent. Auf alle Fälle aber ift den Mafjen reiner Wein einzufchenten. 
Das nicht? weniger als anmutige Verftelenfpiel, welches innerhalb 
den parlamentarijden Kuliffen und auch Jonft mit dem gläubigen Volke 
getrieben wird, taugt nicht in eine Demokratie, weil fie das Vertrauen 
untergräbt. *) 
Wer erinnert fih nicht der gewaltigen Teuerungsdemonftrationen 
der Wiener Arbeiter in der Borkriegszeit, da e8 um verhältnismäßig 
weniger gefährlidge Belaftungen der LebenshHaltung ging, gar nicht zu 
ceden von den glorreichen Feldzügen der englijdhen Arbeiter in der eriten 
Hälfte des vorigen Fahrhundert8? ÜWber fo fiht nun einmal unjfere 
Demokratie von Heute aus: Sie behandelt eine Frage, die — wie die 
Zebenämittelzölle — die LebenzZerhaltung der Mafjen tief berührt, bloß 
al8 eine parlamentarifche Angelegenheit, als eine Sache des partei: 
politijden KuhhHandel8 und verlegt das Schwergewicht des Kampfes aus- 
ichließlih in die rhetorijche Sphäre der Paragraphenfabrik, wozu Das 
9vhe Haus mit feiner Inflation politijder Nullen eine gute Gelegenheit 
bietet... Was da zwijhen den Kuliffen gefhoben wird, Hat mit einem 
geiftigen NMingen verdammt wenig zu tun und fieht dem von Karl Marz 
verfpotteten parlamentarijgen KretinismuS verzweifelt äHnlic. Daß fih 
die Demokratie damit ein Armutszeugnis ausftellt, Jqdeint ihr nicht be- 
mußt zu fein. Und doch ijft e& Jo: die Geheimtuerei befagt nämlich 
nicht? anderes, al8 daß die Demokratie an die Einficht der Majfjen, 
das Heißt an fih felbjt nicht recht glaubt. Der Ansichluß der Deffent- 
lichfeit jowie der Mitarbeit und Kontrolle der Wähler ift ein Beweis, 
daß fie dieje nicht für reif Hält, ihre Politik zu verfiehen; daß fie 
jürchtet, die Mafjen Könnten den Glauben an die demokratijche Methode 
verlieren, wenn fie fehen würden, daß Theorie und Praris oft weiter 
ıl8 man erwartet auseinanderflaffen. 
Allerdings: Die Sozialdemokratie i{t feit je eine Partei für den 
Schuß des AYrbeiters alz Vroduzenten; feine Konfumenteninterefien 
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*) Selbft „bürgerlide“ Wirtjchaftspolitifer Haben die Kunft, mit der den dar- 
enden Mafjen unter viel Theaterdonner blauer Dunfjt vorgemacht wurde, bewundert. 
Nur einer Hat das als ftarfen Tabak empfunden, der „Hefterr. Volkswirt“ (Nr. 50 
vom 12. September 1924). Er mofierte fi darüber zu Unrecht, was auch der Um- 
itand bewie8, daß ihm fein Wort der Erwiderung zuteil wurde. Schweigen war da 
ireilich der Tapferkeit befferer Teil, wie ja überhaupt Schweigen Sold ijt, wenn man 
nicht gerade auf einen Kritiker {tößt, den man — weil ihm Keine Prejje zur Ver- 
Mtauna ftebt — von vornherein totichweigen oder gefahrlos vermöbeln laffen kann.
	        

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Die Zollgesetze Der Österreichisch-Ungarischen Monarchie Nach Dem Gegenwärtigen Stande Der Gesetzgebung Nebst Allen Auf Die Einhebung Und Verwaltung Der Zölle Bezug Habenden Vorschriften Und Erlässen. Beck, 1871.
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