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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

38 
Die Finanzwirtsohaft während de* Krieges usw. 
Einlagen bei den Sparkassen haben sich von 18 Milliarden Mark 
Ende 1913 auf 31 Milliarden Mark Ende 1918 erhöht. Bei den 
Kreditgenossenschaften standen Ende 1913 rund 5,5 Milliarden 
Mark, Ende 1918 etwa 9,5 Milliarden Mark fremde Gelder an. Ins 
gesamt dürfte also die Zunahme der fremden Gelder bei diesen 
Kreditinstituten im Kriege rund 40 Milliarden Mark betragen. 
Hieraus ergibt sich, daß die aufgeblähte Kaufkraft der Wirtschaften, 
soweit sie nicht in Wertpapieren Anlage gefunden hat oder in Bank 
noten aufgestapelt wird, in den stark gestiegenen Depositen der 
Kreditinstitute zum Ausdruck kommt. Diese Depositen — und 
nicht allein die gehamsterten Noten — sind neben den Kriegs 
anleihen das äußere Zeichen für das Vorhandensein einer Inflation. 
Diese Kaufkraft liegt nun keineswegs untätig bei den Kredit 
instituten. Es ist zu unterscheiden, ob die Einzahlungen mit täg 
licher Kündigung in laufender Rechnung, auf Scheckkonto oder 
auf längere Zeit mit entsprechend höheren Zinsen erfolgen. Wäh 
rend sich die eigentlichen Spareinlagen, d. h. Kapitalanlagen zum 
Zwecke eines Rentenbezuges, grundsätzlich nicht von der Anlage 
in Wertpapieren unterscheiden und unbedenklich in entsprechenden 
Anlagegeschäften (Kriegsanleihe, Wertpapieren, Hypotheken) ver 
wendet werden können, ähneln die eigentlichen Scheckgelder durch 
aus den Banknoten. Der einzelne Eigentümer kann und will über 
diese Guthaben wie über bares Geld verfügen. Zum Teil dienen 
daher die erhöhten Guthaben den nämlichen Zwecken wie der er 
höhte Banknotenumlauf: die hohen Preise sowie die Gepflogenheiten 
der Barzahlung machen auch höhere Summen jederzeit verfügbarer 
Mittel notwendig. Praktisch ist es meist sehr schwer, den inneren 
Charakter der fremden Gelder genau zu erkennen. Denn auch be 
fristete Einlagen können — in der Kriegswirtschaft mehr denn je 
— nur vorläufig zurückgestellte Kaufkraft darstellen. Dennoch 
suchen die Kreditinstitute dem inneren Charakter der fremden Gelder 
nach Möglichkeit bei der Anlegung in Aktivgeschäften Rechnung zu 
tragen. Im Kriege hat sich jedoch der Kreis der im Bankbetrieb 
üblichen Aktivgeschäfte sehr verengt. Durch die üblich und mög 
lich gewordene Barzahlung ist für den kurzfristigen Handels- und 
Industriekredit, für Effektendarlehen an der Börse und Warenbe 
leihungen nur ein geringer Spielraum geblieben. An ihre Stelle sind 
Kreditgeschäfte mit den Kommunen sowie die Diskontierung von 
Reichsschatzanweisungen getreten. Die Gewährung von Darlehen
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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