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Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Geschäftliche Versicherung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf
  • I. Geschäftliche Versicherung
  • II. Öffentliche Versicherung
  • Zusammenfassung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf

Full text

I. Geschäftliche Versicherung. 
96 
aber dabei die Frage des Gewinnes noch nicht berührt. Bereits er 
wähnt haben wir die Dividenden der Gegenseitigkeitsgesellschaften an ihre 
Mitglieder, die ja eigentlich nur als eine Ermäßigung der aus Vorsicht 
höher als nötig erhobenen sogenannten Vorprämie zu erachten sind. Die 
Frage, ob als Gewinn im Sinne dieser Aussührungen auch die 
Beträge zu behandeln sind, die zur Vermehrung der freien Reserven dienen, 
können wir unerörtert lassen, da ja diese Beträge schon oben mitgeteilt sind. 
Im übrigen werden diese Beträge entweder in späteren Jahren doch noch 
zur Deckung von Ausgaben herangezogen oder sie werden künftig einmal, 
allerdings in einem noch unbestimmten Zeitpunkt, an die Berechtigten 
verteilt. Wir können uns daher an dieser Stelle darauf beschränken, 
die sogenannten Aktiendividenden, also den an die Aktionäre verteilten 
Gewinn, zur Darstellung zu bringen, wobei wir mit Rücksicht auf das 
vorhandene Material wiederum nur die deutschen Gesellschaften in Be 
tracht ziehen können. 
1905 
1906 
1907 
1908 
1909 
Die Gewinne betrugen 
Mk. 
.... 11 320996 
.... 9542663 
.... 11 424872 
.... 12038001 
. . . . 13 203 031 
Summe 57 529 563 
in Prozent der 
PrLmieneinnahme 
6,1 
4,9 
5.8 
5.9 
6,2 
Durchschnitt 11 505 912 5,8 
Diese Gewinne erscheinen als sehr mäßig, besonders wenn man be 
rücksichtigt, daß nahezu 80 % der Beträge aus den Kapitalerträgnissen 
der Gesellschaften, also nicht aus dem laufenden Betriebe stammen. 3"* 
übrigen dürfte die Anschauung nicht zutreffen, als sei der Gewinn des 
Versicherers gleichbedeutend mit einer Schädigung des Versicherungs 
nehmers. Solche Ansichten würden in ihrem Endergebnis zu der Meinung 
mittelalterlicher Philosophen führen, der Handel sei ein Übel, weil kein 
Gewinn ohne Schädigung des Vertragsgegners niöglich sei. Tatsächlich 
würde nur dann eine wirtschaftliche Schädigung der Versicherungsnehmer 
vorliegen, wenn sic bei Ausschaltung der Gewinnmöglichkeit die gleiche 
Leistung um den Betrag des Gewinnes billiger erzielen könnten. Ab 
gesehen davon, daß hierfür mindestens kein Beweis erbracht ist, kann 
auf Grund allgemeiner Erfahrungen eher das Gegenteil als erwiese" 
erachtet werden. Denn da die Aussicht auf Gewinn immer noch der beste
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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