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Warum reisen Arbeiterdelegationen nach Sowjetrußland?

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Bibliographic data

fullscreen: Warum reisen Arbeiterdelegationen nach Sowjetrußland?

Monograph

Identifikator:
1685822886
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102665
Document type:
Monograph
Author:
Lozovskij, Aleksandr http://d-nb.info/gnd/104314591
Title:
Warum reisen Arbeiterdelegationen nach Sowjetrußland?
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Führer-Verl.
Year of publication:
1926
Scope:
70 S
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Warum reisen Arbeiterdelegationen nach Sowjetrußland?
  • Title page
  • Contents
  • Warum gerade jetzt ?
  • Die internationale Sozialdemokratie und die USSR
  • Für und gegen die Oktoberrevolution
  • Warum nicht nach den anderen Ländern ?
  • Die Arbeiterdelegation und die Sowjetmacht
  • Warum reisen die Arbeiterdelegationen ?
  • In wessen Händen liegt die Macht ?
  • Die Sowjetdemokratie und die parlamentarische Demokratie
  • Die formalen Freiheiten
  • Einiges über die Diktatur
  • Die „sozialistischen" Parteien
  • Sozialismus und Kapitalismus
  • Die nationale Frage
  • Die Sowjetgewerkschaften
  • Die Lage des Proletariats in der USSR
  • Die Einheitsfront und die Einheit der internationalen Arbeiterbewegung
  • Kultur und Proletariat
  • Das Geleit der Deligierten in der USSR und ihr Empfang in der Heimat
  • Der Kampf um die Wahrheit über die USSR
  • Schluss

Full text

haben nur vier Stunden Arbeit, während die übrigen vier Stunden bei an- 
ständigem Arbeitslohn der Spezialausbildung gewidmet sind, Diese Aus-, 
bildung erfolgt unentgeltlich. Der Arbeiter wird besteuert, nur wenn er 
über 75 Rubel monatlich verdient. 
Die Lage der Arbeiter ist in einigen Industriebetrieben durchaus be- 
iriedigend, Der Durchschnittslohn, insbesondere der qualifizierten Arbeiter, 
ist höher als der Durchschnittslohn eines tschechosloiwakischen Arbeiters. 
Einige Lebensmittelprodukte sind billiger als bei uns, während verschiedene 
Bedarfsartikel teurer sind. Infolge des raschen Tempos des Wirtschafts- 
aufschwunges ist eine weitere Besserung in der Lebenshaltung des russischen 
Arbeiters zu erwarten, während in den übrigen Ländern die Lebenshaltung 
sinkt, 
Die Sowjetregierung verwirklicht das Riesenwerk der Aufklärung unter 
den unter dem Zarismus ungebildet gebliebenen Volksmassen; sie hat große 
Errungenschaften in der Bekämpfung des Analphabetentums zu verzeichnen. 
Abgesehen von dem weitverzweigten, auf dem neuen Arbeitsprinzip beruhen- 
den Schulsystem, verwirklicht die Sowjetregierung durch Gewerkschafts- 
und Parteiorganisationen, durch zahlreiche Arbeiterklubs, Zirkel und Biblio- 
theken eine große Kulturarbeit, 
Die Abbüßung von Gefängnisstrafen hat nichts mit dem bürgerlichen 
Gefängnisregime gemein: Die Häftlinge haben Arbeitsmöglichkeit, die 
Arbeit wird nach den gewerkschaftlichen Tarifsätzen entlohnt, die Bauern 
bekommen einen zwei- bis dreimonatlichen Urlaub für Landarbeiten, die 
bedingte Verurteilung und vorzeitige Haftentlassung werden sehr geübt, 
Die Lösung des Nationalitätenproblems in der Sowjetunion kann als 
Muster für die ganze Welt betrachtet werden: Jede Völkerschaft genießt 
Autonomie und die volle Möglichkeit allseitiger selbständiger wirtschaft- 
licher und kultureller Entwicklung, die Verfassung der Sowjetunion garan- 
tiert jeder Nationalität das Recht und die Möglichkeit, aus der Union aus- 
zuscheiden, Von nationaler Unterdrückung ist keine Rede, in den Aemtern, 
in den Schulen und vor den Gerichten wird die Sprache der örtlichen Be- 
völkerung angewandt, 
Die Delegation hat erkannt, daß durch die Verbreitung von Lügen- 
meldungen über die Sowjetunion die internationale Arbeiterschaft syste- 
matisch irregeführt wurde. Wir werden der tschechoslowakischen Arbeiter- 
schaft nur die Wahrheit über Eure Lebensverhältnisse melden und unsere 
ganzen Kräfte einsetzen für die Schafung der Gewerkschaftseinheit. Wir 
hoffen, daß die hergestellten brüderlichen Beziehungen dauernd bleiben 
und uns helfen werden, den Kapitalismus zu besiegen und den sozialistischen 
Gedanken zu verwirklichen, 
Gezeichnet: Klement Bogumil, Vorsitzender; Wilhelm Bachmann, W. Brett- 
schneider, Emil Dörfler, Edwin Neuhauser, Florian Schenk, Emil Wunderlich, 
Josef Tatirek, W. Minartschik, R. Doleschalow, Joroslaw Krasl, Kolski 
Josef — Sekretär der Delegation —, F. Stepanek, Josef Hawriger, Janos 
Ztibor, Boguslaw Kasper, Musil, Weinfurter, L. Neslar, Anton Waschinowski, 
Watzlaw Kopetzki, Emil Laske. 
Aufruf der tschechoslowakischen Arbeiterdelegation 
an die Werktätigen Sowjet-Transkaukasiens. 
Wir haben Eure Länder besucht, um nachzuprüfen, inwieweit die Be- 
hauptungen der internationalen bürgerlichen Presse und ihrer Gehilfen über 
ein angebliches Terrorregiment‘ in Georgien und über angebliche Miß- 
58
	        

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Warum Reisen Arbeiterdelegationen Nach Sowjetrußland? Führer-Verl., 1926.
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