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Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels

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Bibliographic data

fullscreen: Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels

Monograph

Identifikator:
1686253303
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-105183
Document type:
Monograph
Author:
Weigmann, Hans http://d-nb.info/gnd/1047545659
Title:
Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels
Place of publication:
Jena
Publisher:
Fischer
Year of publication:
1926
Scope:
84 S
graph. Darst
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Die Auflösung der Theorie der internationalen Werte in das System der Nutzentheorie
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Kritischer Beitrag zur Theorie des internationalen Handels
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Das Problem
  • I. Kapitel. Die Theorie der internationalen Werte als heteronomes Prinzip in der klassischen Werttheorie
  • II. Kapitel. Die Auflösung der Theorie der internationalen Werte in das System der Nutzentheorie
  • III. Kapitel. Über das Problem der „angewandten" Theorie

Full text

Se 
Offenbar ist der internationale Tausch ein Rentenfall der 
beschränkten Konkurrenz der Produktionsfaktoren, und zwar 
einer unter vielen, während der interpersonale Tausch Nutzen- 
gewinne auf Grund einer kontinuierlichen, wenn auch sonst noch 
so unbestimmten Skala darstellt. Gradcuell ist der Unterschied 
deshalb, weil im zweiten Falle {este Vorräte gegeben sind, die im 
ersten Falle nur um eine Stufe zurückdatiert werden auf die Knapp- 
heit ihrer Faktoren, d. h. die Knappheit ist nur um einige Grade 
ihrem. Ursprung näher gebracht, wobei dann allerdings die hier 
entscheidende Tatsache hinzukommt, daß die Vorratsgegebenheit 
der Produktionsfaktoren keine einheitliche ist, mithin keine Kon- 
tinuität der Nutzung vorhanden sein kann. Darin liegt der materielle 
Unterschied, der Schumpeter dazu veranlaßte, diesen beiden 
Anwendungen des Rentenprinzips eine nur {formale Ähnlichkeit 
zuzusprechen. 
Diese scharfe Trennung tritt erst dann deutlich vor unser 
Auge, wenn wir den Begriff der Nation endgültig fallen lassen, 
uns einen Markt der Produkte vorstellen und dessen Nachfrage 
nach Produktionsmitteln als einen auf beliebig viele isolierte Teil- 
vorräte gerichteten Gesamtbedarf denken — Teilvorräte, die sich, 
wie gesagt, bezüglich ihrer Grenzproduktivität diskontinuierlich 
zueinander verhalten. 
Die Gegenüberstellung: international — interpersonal tritt 
dann vollständig in den Hintergrund. An ihre Stelle tritt das Preis- 
problem des Marktes der Produkte mit rentenähnlichen Tausch- 
gewinnen, die der Nutzenskala der Tauschpartner entsprechen 
einerseits und das prinzipiell gleichgeartete Preisproblem der Pro- 
Auktionsfaktoren, das jedoch nur innerhalb der Teilmärkte der 
Faktoren lösbar ist, wenn €S infolge beschränkter Konkurrenz 
keinen Gesamtmarkt gibt, andererseits. Folge der beschränkten 
Konkurrenz und der ähnlich wirkenden diskontinuierlichen Ertrags- 
differenzierung ist jener Überschuß, den wir hier allein als Rente 
bezeichnen wollen. Auch er ist Wertüberschuß im Sinne der 
Nutzentheorie, der einem Versagen der idealen Zurechnung ent- 
springt. 
Wir haben also, um es noch einmal zu sagen, zwei Arten von 
Gewinnen: den von uns sogenannten Tauschgewinn, der mit jedem 
Tausch verbunden ist, denn sonst würde eben nicht getauscht 
werden, und der auf eine Divergenz der Schätzungen vorhandener 
Vorräte hinausläuft; seine Größe ist infolge Kontinuität des 
9}
	        

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Kritischer Beitrag Zur Theorie Des Internationalen Handels. Fischer, 1926.
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