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Probleme der Wirtschaftsgeschichte

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Bibliographic data

fullscreen: Probleme der Wirtschaftsgeschichte

Monograph

Identifikator:
1689561912
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101785
Document type:
Monograph
Author:
Below, Georg von http://d-nb.info/gnd/118658085
Title:
Probleme der Wirtschaftsgeschichte
Edition:
2., photomechanisch gedr. und durch ein ausführliches Vorw. erg. Aufl
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Mohr
Year of publication:
1926
Scope:
XXIV, 710 S
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Haupttatsachen der älteren deutschen Agrargeschichte
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Bolschewismus, Fascismus und Demokratie
  • Title page
  • I. Die Krisis der Freiheit nach dem Weltkrieg
  • II. Die Folgen von Krieg und Frieden
  • III. Die Lehren der Freiheit und die freien Verfassungen im 19. Jahrhundert
  • IV. Der Nationalismus als Verleugnung der Freiheit und der Demokratie
  • V. Die Krisis der liberalen Parteien und ihre Ursachen. Die Wirkung des Sozialismus in den freien Verfassungen
  • VI. Der Nationalismus als Verleugnung der Freiheit und der Demokratie
  • VII. Die Reaktion in Europa und das Diktatur-Fieber der Mittelmeerstaaten
  • VIII. Die neue Form der Reaktion: der Fascismus
  • IX. Der Fascismus als weißer Bolschewismus und eine Gefahr für den Frieden
  • X. Freiheit, Reaktion und Sozialismus als historische Phänomene
  • XI. Die Übertreibungen über den Bolschewismus. Die Ausschreitungen des europäischen Kapitalismus außerhalb Europas. Der Kultus der Gewalt
  • XII. Bolschewismus und Fascismus als gleichartige Phänomene. Die Kritik am Wirken der Parlamente. Unmöglichkeit einer dauernden absoluten Verfassung in der heutiigen Gesellschaft
  • XIII. Die Entwicklung der Mittelschichten und der Widerstand gegen die extremen Tendenzen
  • XIV. Notwendigkeit einer Revision der parlamentarischen Funktion und Arbeiterpolitik
  • XV. Der Verfall Europas als Folge der Neigung zur Gewaltätigkeit und des Mangels an Frieden und Freiheit. Die unausbleibliche Rückkehr zu den liberalen Verfassungen
  • Contents

Full text

Selbstverständlich werden die 
Form und das Ausmaß sehr sorg- 
fältig zu überlegen sein, und selbst: 
verständlich müssen schon im Hins 
blick auf die Schäden aus der Ver: 
gangenheit Substanzverluste, soweit 
als möglich, vermieden werden. 
Man kann auch die Einschrän- 
zungen nicht nach einem einfachen, 
Jurch irgendeinen Prozentsatz aus: 
zjedrückten Zahlenverhältnis vor: 
aehmen, sondern erst nach sehr ein: 
jehender Prüfung und unter Berück- 
sichtigung der _Rückwirkungen. 
Diese werden sich bedauerlicher- 
weise insbesondere dadurch zeigen, 
daß viele heute noch beschäftigte 
Arbeiter und Angestellte brotlos 
werden, was vom Ssozialpolitischen 
Standpunkt bedauert werden muß. 
Das wirft die schwierige Frage auf: 
Was geschieht mit den Arbeitern 
and Angestellten, die durch den 
notwendigen Einschränkungsprozeß 
brotlos werden? Wir kommen 
selbstverständlich vorübergehend 
an einer starken Vermehrung der 
Arbeitslosigkeit nicht vorbei. Je 
schneller man den Mut findet, die 
Einschränkungsmaßnahmen durch» 
zuführen, um so eher wird die 
Wirtschaft gesunden, und um so 
eher werden wieder Arbeitskräfte 
gebraucht. 
Deshalb müssen rechtzeitig Maßs 
nahmen getroffen werden, um die 
durch Arbeitslosigkeit entstehende 
Not zu lindern. Diese können nach 
unserer Auffassung nicht in einer 
allgemeinen Arbeitslosenversiche- 
rung bestehen. Ein Versicherungs: 
schutz kann nicht ad hoc und nicht 
auf der Grundlage abnormer Ver: 
hältnisse aufgebaut werden. Hier 
ılft eine staatliche Arbeitslosens 
ınterstützung mit möglichst wenig 
Verwaltungsaufwand wirksamer als 
sine Versicherung, 
Es muß ferner schon von Anfang 
‘ür eine wirtschaftliche Verteilung 
ler Arbeitskräfte gesorgt werden. 
3ei der Betrachtung der Arbeitss 
osenziffern nach ihrer geographis 
ichen Verteilung kann man wenig- 
;tens jetzt noch die Wahrnehmung 
nachen, daß die Arbeitslosigkeit in 
len einzelnen Teilen des Reichs 
jehr: verschieden ist und daß noch 
ın manchen Plätzen Mangel an Ar: 
‚eitern, insbesondere an Fach- 
ırbeitern, besteht, 
Die bisherigen Erfahrungen mit der 
‚»roduktiven Erwerbslosenfürsorge 
;rmutigen nicht dazu, das System 
»eizubehalten. Es kann nicht schwer 
jein, die in dem gegenwärtigen 
jystem bestehenden Mängel wirk- 
;‚am zu beseitigen, und für die Zu: 
zunft brauchbare Grundsätze aufzu- 
;tellen. Gegenwärtig ist insbeson: 
lere unter den Angestellten die Ar- 
jeitslosigkeit sehr groß. Das liegt 
ıicht zuletzt daran, daß in der In: 
lationszeit die Neigung bestand, 
statt ein Handwerk zu erlernen, An: 
stellung im Bankfach, in der Verwal: 
ung oder im Bürodienst gewerb- 
icher oder industrieller Unter- 
ıehmungen zu suchen. Dadurch ist 
ler Facharbeiternachwuchs gerade 
ıus solchen Kreisen eingeschränkt, 
lie wegen einer besseren Vorbil- 
lung zum Qualitätsarbeiter ganz be» 
sonders geeignet sind. Hier Wandel 
zu schaffen, ist eine besondere Auf- 
z3abe der Maßnahmen zur Heran- 
»ildung eines guten und brauch: 
ıaren Facharbeiternachwuchses. 
IN. Kartelle. 
Wir haben unsere Stellung zu den 
Kartellen und zu dem Kartellpros 
blem überhaupt eingehend nieders 
gelegt, um der Öffentlichkeit gerade 
jetzt, wo sie sich mehr als früher 
mit der Kartellfrage beschäftigt, 
keinen Zweifel über unsere Auffas- 
zung zu lassen. Die Kartellkritik 
33
	        

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Responsible Government in the Dominions. Clarendon Pr., 1912.
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