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Leistung und Wert

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Bibliographic data

fullscreen: Leistung und Wert

Monograph

Identifikator:
1689791993
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-102080
Document type:
Monograph
Author:
Kaufmann, Paul http://d-nb.info/gnd/116074965
Title:
Leistung und Wert
Place of publication:
Würzburg
Publisher:
Memminger
Year of publication:
1926
Scope:
247 Seiten
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Das Bilanzwesen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leistung und Wert
  • Title page
  • Buchhaltungsbegriff. Kaufmannsbegriff
  • Leistung. Wert
  • Buchhaltung der Leistungspersonen
  • Ausgestaltung der Buchhaltung der Leistungspersonen
  • Rückblick auf die Buchhaltung der Leistungspersonen
  • Das Bilanzwesen
  • Das Unternehmen als Leistungsgegenstand
  • Die Schenkung
  • Die Geheimbuchhaltung
  • Contents

Full text

— 143.— 
Ertragskonto oder auf Verfügungskonto? Die Antwort muß lauten: 
Auf Verfügungskonto. Es fand ein Verwertungsgeschäft statt, das 
nicht nur keinen Unternehmerverdienst brachte, sondern sogar an 
den Werbungskosten 2000 Mark verloren gehen ließ. Dies Geschäft 
muß daher aus den anderen herausgehoben, von der Ermittelung des 
Ertrags der übrigen Geschäfte getrennt gehalten werden. Indes lie- 
gen die Fälle nicht immer so klar zutage; auch muß der Kaufmann 
von vornherein damit rechnen, daß er manche Sachen unter Ein- 
kaufspreis verkaufen muß, wodurch der Durchschnittsertrag herab- 
gesetzt wird. Besondere Verlustfälle sollten aber stets als solche 
kenntlich gemacht werden, also nicht über Ertragskonto gehen, wo- 
mit sie unter den anderen Geschäften verschwinden würden. Der 
entgegengestellte Fall ist, daß eine Sache weit über den durch die 
Werbungskosten gegebenen Normalpreis verkauft wird. Z. B. eine 
Sache, die 10000 Mark kostete und zuzüglich kaufmännischer und 
Unternehmerarbeit 12500 Mark bringen sollte, wurde für 20 000 
Mark verkauft. Dann sind dem Kaufmann ohne sein Zutun 7500 Mark 
in den Schoß gefallen, die Gewinn, aber nicht Ertrag darstellen. Im- 
merhin gehören besonders billige Gelegenheitskäufe ebenfalls zu den 
Möglichkeiten des kaufmännischen Gewerbes, sodaß auch solche 
Geschäfte über Ertragskonto laufen können. Liegt jedoch ein außer- 
gewöhnlicher Fall der Überschreitung des Normalertrages vor, so 
ist es richtiger, den den normalen Ertrag übersteigenden Gewinn 
auf dasVerfügungskonto zu buchen, bzw. ihm zunächst ein beson- 
deres Konto anzuweisen. 
Betrachten wir nunmehr die Technik der Bilanz. Sie 
zerfällt in die Kapitalnachweisung (die Inventur der Praxis) und den 
Abschluß der Bilanzrechnung, die Kontenbilanz. 
Die Kapitalnachweisung verzeichnet, auf einen be- 
stimmten Tag eingestellt, die Leistungsmittel des Unternehmens in 
genauer Einzelnachweisung auf Grund der Buchhaltung des Lei- 
stungsgegenstandes, die durch Aufnahme der Bestände geprüft, wo 
nötig ergänzt oder ersetzt wird. Durch diese Ersetzung wird ge- 
wissermaßen die Gegenstandsbuchhaltung für den Bilanztag in Kraft 
gesetzt, um jedoch im nächsten Jahre wieder zu verschwinden. Es 
entsteht das Verzeichnis der Leistungsmittel, der Aktiva des Un- 
ternehmens. Ist kein anderer an ihnen Berechtigter da, als der Unter- 
nehmer, so bilden die Aktiva das Kapital. Bestehen, wie es die Regel 
ist, Verbindlichkeiten, Passiva, so stellt der Überschuß der Ak- 
tiva über die Passiva das Kapital dar. Bei der Aufzeichnung der 
Aktiva beobachtet man zweckmäßig die systematische Reihenfolge: 
Zahlungswerte (bare, nicht bare, ausstehende), Handelswerte 
(Sachen, Arbeitsmittel) unter Anwendung von Gruppentiteln, die den 
Konten der Bilanzrechnung entsprechen. Dem Grundsatz der Er- 
tragsbilanz gemäß werden die Handelswerte zu ihrem Werbungs- 
wert eingesetzt mit dem Wert an Geld, an dessen Stelle sie getreten 
sind. Eine Wertbeurteilung findet statt im Sinne der Abschreibung. 
Werden die Abschreibungen auf dem Konto unmittelbar bewirkt, so
	        

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Leistung Und Wert. Memminger, 1926.
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