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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VI. Deutsche Diesseits-Religion
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

1!! VI. Deutsche Diesseitsreligion 
Hier aber handelt es sich um den denkbar allgemeinsten Gebrauch 
des Wortes, um den Begriff vom Staat ~ und das, was ihn im 
alltäglichen Leben ersetzt. 
Da ist „„der Staat“ dem einen immer noch die milchende Kuh, 
die ihn mit Butter –~ und anderen guten Dingen — versorgen 
sollte. Dem andern ist er „der Racker“, der ihm das Geld aus der 
Tasche zieht und doch nie genug bekommen kann. Dem ist er eine 
etwas nebelhafte Macht, die die verdammte Pflicht und Schuldigkeit 
hätte, dafür zu sorgen, daß das Ich seinen Geschäften ungehindert 
und ungestört nachgehen kann, die sich dem Ich im übrigen aber 
so wenig bemerkbar machen sollte wie möglich. Jenem ist er eine 
Art von Versicherungsanstalt auf Gegenseitigkeit, die den durch 
Geburt und Besitz oder „„die ökonomische Bewegung““ dazu berechtig- 
ten und vorbestimmten Klassen die Herrschaft über die anderen er- 
halten sollte. Nicht wenigen ist er die Quelle alles Übels, solange 
sie keine Macht über ihn haben, und das tauglichste Mittel, sich 
das Leben angenehm zu machen, sobald ihnen die Macht im Staate 
zugefallen ist. 
Wem aber der Staat mehr ist als eine Vorstellung des Ichs, 
wer ihn je als leibhaftige Wirklichkeit über dem Ich erlebt hat 
und wer das nicht hat, mit dem verlohnt es sich kaum, über das 
Wesen des Staates zu reden - der wird nur von einer Begriffsbe- 
bestimmung befriedigt sein, die das Wesen des Staates unabhängig 
davon macht, ob er dem Ich angenehm oder zuwider, nützlich oder 
schädlich, heilig oder verächtlich ist. 
Der Staat in diesem Sinn ist keine Behörde oder ein Ratten- 
könig von Behörden. Er ist kein Etwas, das im Gegensatz stünde zur 
Gesamtheit der im Staate lebenden Bürger. Er ist aber auch nicht 
die Gesamtheit dieser Bürger selbst. Durch die bloße Summierung 
oder Aneinanderreihung von Massenteilchen Ich kommt noch kein 
Staat zustande. Der Staat ist vielmehr das, was die Summe aller 
seiner Massenteilchen Ich zur lebendigen Einheit zusammenbindet, 
er ist nichts anderes als die Lebensform der völkischen Schicksals- 
gemeinschaft, das Wesen höherer Ordnung, wozu das Individuum 
Mensch sich im Laufe der Jahrtausende entwickelt hat. Lebensform 
~ lebendige Form, nicht starre Schablone, nicht vertrocknete Hülle 
aus Paragraphenschnitzwerk, mit Aktenstaub überdeckt, ist der Staat. 
io
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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