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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Das Ich in staatlicher Erziehung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

" II. Das Jch in staatlicher Erziehung 
körperlichen Ausbildung seiner Jugend auch in der Schule zu suchen 
hat. Nur darf man nicht vergessen, daß das Ziel unmöglich sein 
kann, Preisringer, Preisläufer und Preisboxer auszubilden, sondern 
~ soweit davon heute noch die Rede sein kann + harmonische 
Menschen. 
Weder der Körper noch der Geist allein macht einen ganzen 
Menschen aus. Körperliche sowohl wie geistige Leistungen sind 
Erscheinungsformen des einen unteilbaren Ichs. Die landläufige 
Auffassung geht ja dahin, den Körper als eine Art von Flasche zu 
betrachten, in die der Geist hineingefüllt worden. Der Geist, ur- 
sprünglich nur spärlich vorhanden, nimmt im Laufe des Lebens zu, 
um srchließlich, man weiß nicht recht wohin, zu verduften; übrig 
bleibt das leere Flaschengehäuse. Wobei dann die kleine Selbst- 
täuschung unterläuft, daß man sich den Geist doch nur als etwas 
verdünnt Körperliches, Gasförmiges oder Nebelhaftes vorstellt. Etwa 
wie auf dem erbaulichen Bild aus der frommen Helene: 
Hier sieht man ihre Trümmer rauchen. 
Der Rest ist nicht mehr zu gebrauchen. 
Aber wenn die landläufige Vorstellung recht hat, brauchen wir 
keine Wissenschaft. Das Gefühl, daß die landläufige Vorsstellung 
unzulänglich ist, ist genau so lebendig wie die Vorstellung selbst. 
Der verbreitetste Ausdruck dieser Unzulänglichkeit ist die Furcht vor 
dem Tode und vor dem, was nach dem Tode sein wird. Da jedes 
Ich sich nicht nur im Selbstbewußtsein, sondern auch als körperliche 
Erscheinung erlebt, so fürchtet es, unwillkürlich, dies Erlebnis auch 
noch im Tode haben zu müssen. Die meisten Menschen kommen nie 
über die beängstigende Wahrnehmung hinweg, daß – wenn der 
Geist des Menschen bereits, wie sie sagen „„entwichen““ ist + der 
Körper scheinbar unverändert liegen bleibt. 
Ist es aber wirklich „der‘“ Körper noch, den sie gekannt haben, 
als der Geist ihn ,,beseelte‘‘? Is der tote Körper nicht ganz etwas 
anderes, als der lebende war? Liegt die scheinbare Gleichheit, die 
uns so viel zu schaffen macht, nicht zumeist in dem Worte Körper, 
das wir gewohnheitsmäßig auf beide anwenden, ohne uns der 
ungeheuern Verschiedenheit bewußt zu werden? 
Wir werden uns der ungeheuern Veränderung, die da vor sich 
gegangen ist, immer nur bei ganz wenigen Toten bewußt, bei solchen 
] 4
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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