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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

IV. Das Jch als Massenteilchen 
gleichgerichteten Ichs bilden also, in bezug auf die sie bewegenden 
öffentlichen Angelegenheiten, eine Masse von größerer oder geringerer 
Festigkeit des Zusammenhalts. Die andersgerichteten Ichs bilden, 
bei hinreichender innerer Übereinstimmung, gleichfalls eine Masse. 
Massen sind der Rohstoff, womit das öffentliche Leben arbeitet. 
Zwischen den Massen walten, wie zwischen den Masssenteilchen, 
die Kräfte der Anziehung und Abstoßung. Wo Massen einander in 
Liebe zugetan sind – was man in der Politik so Liebe nennt 
kommt es gelegentlich zum Ineinanderfließen. Wo sie in Haß 
gegeneinander stehen, kommt es rasch genug zu Blutvergießen und 
Totschlag, wenn der Staat nicht mehr imstande ist, die Massen- 
temperamente mit starkem Arme zu zügeln. Jedenfalls: Liebe muß 
sein und Haß muß sein, damit durch Anziehung und Abstoßung 
Bewegung in das öffentliche Leben kommt. Liebe allein würde die 
unterschiedlichen Massen zum gestaltlos trägen Klumpen zusammen- 
ballen, womit jede fremde Kraft machen könnte, was ihr beliebt. 
Und Haß allein würde den Massenrohstoff des öffentlichen Lebens 
zur Anarchie des Chaos auseinandertreiben. 
Aus der Erziehung des Ichs zum Staatsbürger den Haß, als 
bewegende Kraft, ausschalten zu wollen, wäre also eine Dummheit 
oder – ein Verbrechen. Die Kräfte der Abstoßung, des Hasses, 
auf das richtige Ziel zu lenken und ihnen, je nach dem Ziel, die 
angemessene Abstufung zu geben ~ womit die entsprechende Ein- 
stellung der Kräfte der Anziehung und ihre zweckmäßige Abstufung 
in der Regel von selbst eintritt ~ das ist die Kunst. Liebe, die 
stärkste Kraft der Anziehung, kann nur auf das eigene Volkstum 
und seine Ausstrahlungen gerichtet sein; Haß, die stärkste Kraft 
der Abstoßung, sollte nur fremdem Volkstum und seinen Vertretern 
gelten können. Mit der, aus der Natur der Sache gegebenen Aus- 
nahme, daß das Ich den Verräter am eigenen Volkstum noch wilder 
zu hassen berechtigt ist, als den fremden Feind und Zerstörer des 
eigenen Volkstums. 
Von Liebe zwischen verschiedenen Völkern zu reden und darauf 
überstaatliche Organisationen aufbauen zu wollen, ist barer Unsinn. 
Völkerpersönlichkeiten folgen den Urtrieben der Selbsterhaltung und 
des Wachsenwollens. Gesunde Völkerpersönlichkeiten „lieben“! nie- 
mand als sich selbst, behaupten aber manchmal, aus Politik, die 
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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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