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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

t IV. Das Jch als Masssenteilchen 
Volkstum leidenschaftlich zu verlieben imstande sind, während sie 
das eigene verachten, oder Eunuchen, denen mit der Fähigkeit 
leidenschaftlich zu lieben auch die Fähigkeit zum Hassen abhanden 
gekommen ist, darf der Staat sich dabei freilich nicht beraten lassen. 
Die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit des Volksstaates beruht 
darauf, in wie hohem Grade die Gesamtheit der Ichs im Staate 
sich, jedem fremden Staat gegenüber, als Masse zu fühlen imstande 
ist. Wenn man sagt, ein Volk erhob sich „wie ein Mann““ ~ wie 
es das preußische 1813 tat oder das deutsche 1914 — so bedeutet 
das, daß die Massenbildung bis an die Grenzen des Staatswesens 
vollklommen durchgeführt war: die Kräfte der Anziehung und der 
Abstoßung sind in all den Millionen des Volkes, auf Zeit wenigstens, 
gleichgerichtet. Damit ist solch eine unhandliche Riesenmasse noch 
nicht handlungsfähig. Damit sie handlungsfähig werde und vor 
allem, damit sie handlungsfähig bleibe, bedarf sie eines Organs, 
das für seine besondern Zwecke ausgebildet ist und in seine besondern 
Zwecke hineinwachsen muß. Dies Organ, das die Gesamtmasse eines 
Volkes handlungsfähig macht und handlungsfähig erhält, ist eben 
der Staat, den dies Volk sich geschaffen hat. 
Die kleineren Massen, die innerhalb des Staatsganzen miteinander 
und gegeneinander arbeiten und den Rohstoff des öffentlichen Lebens 
abgeben, bedürfen, um handlungsfähig zu werden und zu bleiben, 
gleichfalls besonderer Organe. Es ist ein Unterschied, ob eine Masse 
sich zu einem vorübergehenden Zweck zusammenfindet ~ etwa um 
einem mißliebigen Stadtvater die Fenster einzuwerfen ~ und dann 
auseinanderläuft, oder ob sie sich dauernd in bezug auf die öffent- 
lichen Angelegenheiten von einem bestimmten Willen beseelt fühlt. 
Eine Masse, die fühlt, daß sie für die Dauer zusammengehört, 
schafft sich, um handlungsfähig zu werden und zu bleiben, ihr 
eigenes Organ, indem sie zur Partei wird. Eine Partei aber kann 
ihre Massen nicht zusammenhalten, ohne daß sie den Willen, der 
sie beseelt, täglich von neuem zum Bewußtsein seiner selbst bringt. 
Dazu bedarf die Masse eines besonderen Denkorgans, das ihr 
entweder die Partei oder sonst ein Unternehmer schaffen mußt: der 
Zeitung. 
Zeitungen und Parteien sind, im Staate der Gegenwart, die 
N 4
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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