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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

IV. Das Jch als Massenteilchen 
wieweit die Zeitungsverleger Verständnis dafür haben, daß vermehrte 
Einnahmen auch vermehrte Pflichten mit sich bringen. 
Jedenfalls muß gesagt werden, daß die weit überwiegende Menge 
der deutschen Zeitungen bis zum Kriege nach dem Grundsatz „billig 
und schlecht‘“ hergestellt wurde, und daß die Nachwirkung dieses 
Grundsatzes längst noch nicht überwunden ist. Das harte Urteil 
„billig und sschlecht‘“ hat bekanntlich ein sachversständiger Beurteiler 
über die Erzeugnisse der deutschen Ausfuhr-Industrie gefällt, bevor 
sie sich, etwa von 1878 an, den Bedürfnissen des Weltmarktes an- 
zupassen begann. Daß diese Anpassung unerläßlich sei, hat der aus- 
ländische Wettbewerb der Industrie beigebracht. Zeitungen aber 
unterliegen keinem Wettbewerb vom Ausland her. Sie hinderte 
nichts, im bequemen Schlendrian des „,,billig und schlecht‘" fortzu- 
wursteln ~ bis der Krieg uns auch für die Unterlassungssünden auf 
diesem Gebiet die Quittung überreicht hat. 
Die militärische Niederlage Deutschlands im Weltkrieg hat sich 
zu einer jahrelangen Nervenkrise des ganzen Volkes ausgewirkt, die 
ohne Beispiel ist in der neueren Geschichte. Diese Nervenkrise ist, 
wie jede Wirkung, der Kreuzungspunkt ganzer Reihen von Ursachen. 
Eine Auffassung, die die deutsche Presse in einer dieser Ursachen- 
reihen nicht glaubt suchen zu brauchen, ist einfach lächerlich. Wie 
kann das Denkorgan, das die Einstellung des Massenteilchens Ich 
zum Staate vermittelt, in Ordnung gewesen sein, wenn der Staat 
über Nacht zusammenstürzte wie ein baufälliges Haus ? 
Die deutsche Presse hat es freilich an Selbsstlob, auch in bezug auf 
den Krieg, nicht fehlen lassen. Selbstkritik wär eher am Platze 
gewesen. Die deutsche Presse bescheinigt sich in diesem Zusammen- 
hange selbst mit Vorliebe, daß sie „gut unterrichtet” und daß sie 
„micht käuflich“ gewesen sei. Es ist wahr, die Presse deutscher 
Zunge verwendet auf „Auslandsnachrichten“’ mehr Raum als die 
Presse irgendeines andern Volkstums. Aber war sie deshalb ,,besser 
unterrichtet"? Am Ergebnis gemessen, könnte man doch nur sagen, 
der gesamte Auslandsdienst der deutschen Presse sei keinen Schuß 
Pulver wert gewesen. War doch das deutsche Volk, bei Ausbruch 
des Krieges, über die Einstellung der Welt zu den deutschen Dingen 
einfach fassungslos! Was sich da draußen, in der Welt rings um 
§§
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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