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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

IV. Das Jch als Masssenteilchen 
der Verlag seine Tageszeitung in zwei Teile, wovon der efne 
morgens, der andere abends verabreicht wird. Es hat schon seinen 
Grund: der deutsche Leser kauft sich seine Zeitung nur ausnahms- 
weise auf der Straße, er ist an , festen Bezug‘“ gewöhnt. Und ehe 
er sich zum regelrechten Bezug einer zweiten Tageszeitung entschließt, 
eher ~ verspielt er den doppelten Betrag täglich im Skat. Aber + 
er nötigt die Zeitung damit zu Maßnahmen, die ihr und ihm nicht 
gut bekommen. 
Die Zeitung ist ihrem Wesen nach das Kind des Tages. Die 
gegebene Zeit zu ihrer Herstellung ist der späte Abend und die Nacht, 
wenn andere Leute ruhen. Wem's nicht paßt, so zu arbeiten, der 
muß nicht unter die Zeitungsleute gehen. Wenn der Tag einiger- 
maßen abgeschlossen hinter uns liegt, dann soll der gesamte Stoff, 
den er uns zugetragen hat, vom Denkorgan der Zeitung gesichtet, 
durchgearbeitet und in gefälliger Form zusammengestellt werden, 
auf daß der Morgen das Kunstwerk für einen Tag fertig vorfinde. 
Das ist das Ideal, das die Wirklichkeit niemals ganz erreichen 
wird – Ideale sind nicht dazu da, erreicht zu werden, sondern dazu, 
einem nimmer müden Streben die Richtung zu weisen ~ dem die 
gute Zeitung aber doch so nah wie möglich kommen soll. Das 
Nahekommen aber macht sich die Zeitung unmöglich, die den Stoff 
eines Tages nicht als Ganzes, sondern stückweise verarbeitet. Von 
künstlerischer Durcharbeitung und Geschlossenheit kann keine Rede 
mehr sein, wenn die Zeitung für ihre Abendausgabe halbfertige 
Arbeit liefern und für die Fortsetzung aufs Morgenblatt vertrösten 
muß. Kann kein Faden zu Ende gesponnen, muß er abgerissen und 
nach sechs oder zwölf Stunden neu angeknüpft werden, so darf man 
kein Webermeisterstück erwarten. 
Die schlimmste Rückwirkung des mehrmaligen Erscheinens einer 
Tageszeitung aber ist vielleicht die auf den Geisteszustand ihrer 
Schriftleitung. Wer beim Abschluß eines Abendblattes schon an das 
Morgenblatt, wer zwischen zwölf und zwei Uhr nachts schon daran 
denken muß, daß morgen früh die Arbeit für's neue Abendblatt 
losgeht, der kommt innerlich überhaupt nicht zur Ruhe. Die Ge- 
hetztheit, die der Zeitungsarbeit nun einmal anhaftet, hat im 
deutschen Zeitungsbetrieb, namentlich der Millionenstadt Berlin, eine 
Höhe erreicht, die der überlegenen Urteilsbildung durchaus abträglich 
ß A.
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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