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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

IV. Das Jch als Massenteilchen 
empfindendes, einheitlich wollendes Staatsvolk werden, wie es 
Engländer und Franzosen seit Jahrhunderten sind? Man kann ein- 
wenden, es handle sich hier um Äußerlichkeiten. Gewiß, aber 
Äußerlichkeiten, die nicht stimmen, deuten allemal auf Unstimmig- 
keiten der innern Beschaffenheit hin. Und vor allem: man muß 
das Vorhandensein solch unstimmiger Äußerlichkeiten doch erst ein- 
mal erkennen, ehe man Forderungen stellen kann. Ein Volk aber 
wird nimmer ein Ganzes werden, wenn es gar nicht weiß, daß es 
von seinen Denkorganen mehr Ganzheit und Einheit fordern könnte, 
als sie ihm durchweg bieten. 
Wenn die Zeitung in ihrer einzelnen Erscheinungsform, der 
,„„Nummer“", nach Möglichkeit eine künstlerisch geschlossene und ge- 
rundete Einheit darstellen soll, so ist es unbillig, etwas von ihr zu 
verlangen, was zornige Kritiker nur zu oft von ihr verlangen: daß 
sie die Wahrheit zu sagen habe, und nichts als die Wahrheit! Wobei 
sie allerdings die alte Pilatusfrage offen zu lassen pflegen, was 
denn ,,die‘’ Wahrheit eigentlich sei? 
Was sie meinen, ist wohl dies: die Zeitung solle streng sachlich ~ 
zu deutsch „jobjektis‘’ berichten, die Dinge darstellen, ,wie sie 
sind’, und das Urteil darüber gefälligst dem Leser überlassen. 
Die Dinge so darstellen, das kann kein Mensch, aber die Zeitung 
kann es noch weniger als der einzelne Mensch. Kein Mensch kann 
die Dinge darstellen, wie sie sind, sondern immer nur, wie sie ihm 
erscheinen. Aber der einzelne Mensch kann um die Dinge herum- 
gehen, kann sie von vorn betrachten und von hinten betrachten, 
kann ihrer Lichtseite gerecht zu werden suchen und ihrer Schatten- 
seite, kurz, er kann auf erfreuliche wie unerfreuliche Erscheinungen 
dieses Erdendaseins den menschlichen Grundsatz anwenden: alles 
verstehen heißt alles verzeihen. 
Das kann die Zeitung nicht. Oder vielmehr, sie kann es nur in 
Ausnahmefällen, in der Regel kann sie die Dinge nur von einer 
Seite betrachten, weil sie sie unter festem Gesichtspunkt betrachten 
muß. Um die Dinge herumgehen, wie der leidenschaftslose Forscher 
es tun muß, kann die Zeitung jedenfalls nicht. Denn dabei könnte 
die Masse der Leserschaft sehr bald nicht mit und würde auseinander- 
laufen. Die Aufgabe, Denkorgan einer Masse zu sein, fordert Ein- 
( (z
	        

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Das Ich Und Der Staat. Verlag Quelle & Meyer, 1926.
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