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Das Ich und der Staat

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Bibliographic data

fullscreen: Das Ich und der Staat

Monograph

Identifikator:
1689849630
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-100544
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Paul http://d-nb.info/gnd/116483091
Title:
Das Ich und der Staat
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag Quelle & Meyer
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 128 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Das Ich als Massenteichen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Ich und der Staat
  • Title page
  • Contents
  • I. Das staatlose Ich
  • II. Das Ich in staatlicher Erziehung
  • III. Zwischen Schulpflicht und Bürgerpflicht
  • IV. Das Ich als Massenteichen
  • V. Überstaatliche Bindungen des Ichs
  • VI. Deutsche Diesseits-Religion

Full text

IV. Das Jch als Massenteilchen 
Machen am zweckmäßigsten in der Form des Anschnauzens ge- 
schähe, ist ein Aberglaube, den sich die andere Seite, die beamtete, 
abzugewöhnen hat, soweit es noch nicht geschehen ist. 
Am schwersten wird ein erträgliches Verhältnis zwischen dem 
Massenteilchen Jch und den beamteten Organen des Staates da 
zu pflegen sein, wo der Beamte dem Massenteilchen im Namen des 
Staates ~ Geld abzufordern hat. Das Steuerzahlen ist in keinem 
Land ein Vergnügen, am allerwenigsten aber in einem, das einen 
verlorenen Krieg zu bezahlen hat. Nun vollends, wenn die Kriegs- 
schuld von größenwahnsinnigen „Siegern“ so hoch getürmt worden 
ist, daß sie, buchstäblich genommen, überhaupt nicht abgetragen 
werden kann! Der Staat handelt weise, wenn er zu Steuerbeamten 
nur Leute zuläßt, die ein besonderes Examen in gewinnenden Um- 
gangsformen abgelegt haben. 
Freilich, die Klage über „„Weltfremdheit““ der beamteten Organe 
des Staates wird sobald nicht verstummen, wenn sie es je tun wird. 
Die Gefahr, daß das Beamtentum zur lebensunkundigen, zur 
lebensfeindlichen Bürokratie erstarre, lauerte im alten Staate hinter 
der Auffassung, der gemäß der Beamte sich als Organ der Macht- 
haber im Staate fühlte und auf dem Wege sich selbst in ein ge- 
wisses Herrentum gegenüber dem unbeamteten Massenteilchen Ich 
hineinsteigerte. Die Gefahr ist aber mit der, vorerst einmal theore- 
tischen Überwindung des „,„Obrigkeitsstaates‘“ noch nicht beseitigt. 
Sie wird auch dann noch nicht als beseitigt gelten können, wenn das 
durchschnittliche Massenteilchen Ich den Obrigkeitsstaat auch prak- 
tisch in sich überwunden hat und fest entschlossen ist, seine Pflich- 
ten dem Staate gegenüber freudig zu erfüllen, sich dafür aber auch 
von den Organen des Staates nichts mehr gefallen zu lassen. Die 
Gefahr liegt im Tempo und in der Vielgestaltigkeit des Lebens 
von heute, das auch der Staat nur durch weitestgehende Arbeits- 
teilung bewältigen kann. Arbeitsteilung aber macht einseitig, und 
der Staat muß seine Organe zur Einseitigkeit zwingen, wenn er 
will, daß sie ihm leisten, was er von ihnen verlangen muß. Das 
Staatsbeamtentum wird also immer der Gefahr ausgesetzt bleiben, 
durch einseitige Berufausbildung in eine weltfremde Erstarrung 
hineingetrieben zu werden, der nur dadurch einigermaßen entgegen- 
§Z4
	        

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Organizacion Política Y Económica de La Confederacion Argentina, Que Contiene: 1. Bases Y Puntos de Partida Para La Organización Política de La República Argentina; 2. Elementos Del Derecho Público Provincial Argentino; 3. Sistema Económico Y Rentístico de La Confederacion Argentina; 4. De La Integridad Nacional de La República Argentina, Bajo Todos Sus Gobiernos. Impr. de José Jacquin, 1856.
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