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Wissenschaftliches Arbeiten

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Bibliographic data

fullscreen: Wissenschaftliches Arbeiten

Monograph

Identifikator:
1689851430
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101704
Document type:
Monograph
Author:
Fonck, Leopold http://d-nb.info/gnd/116647019
Title:
Wissenschaftliches Arbeiten
Edition:
3. Aufl., Neudruck d. 2. Aufl., 7.-8. Tsd
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Rauch
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 396 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Schule des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Zweiter Teil. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Personenregister
  • Orts- und Sachregister

Full text

Voraussetzungen 7 
stellen sich die ersten Schwierigkeiten ein. Man muß den 
Kampf gegen dieselben mit der ganzen Willenskraft auf- 
nehmen, um das vorgesteckte Ziel zu erreichen. Statt ab- 
zuschrecken, sollen diese Schwierigkeiten erst recht unseren 
Mut herausfordern und uns in ausdauernder Geduld nicht 
eher ruhen lassen, als bis sie überwunden sind. „Labor 
fidissimus comes est“, meint Alexandre Fichet mit Recht, 
„et sponsor fidelissimus, semper habet eventus felices“?). 
3. Mit dieser Forderung persönlicher und beharrlicher 
Arbeit hängt die dritte Voraussetzung aufs engste zusammen: 
Geize mit deiner Zeit. 
Wenn man die Nachrichten über das Leben und -die 
Arbeitsweise jener großen Gelehrten der Vorzeit durchgeht, 
die mit ihren Werken den Fortschritt der Wissenschaften 
in unseren Tagen ermöglichten, so wird man wohl ohne 
Ausnahme bei allen die beiden Punkte wiederfinden: un- 
ermüdlich in der Arbeit und äußerst sparsam, ja geizig in 
der Ausnützung ihrer Zeit. 
Eine kleine Blütenlese aus dem „Nomenclator litterarius“ von 
Hugo Hurter kann dies an einigen Beispielen zeigen?). Die Angaben 
sind den drei letzten Bänden der dritten Auflage dieses Werkes entnom- 
men (Oeniponte 1907—13), welche die Zeit von 1564—1910 umfassen, 
Fast bei allen großen Männern der Wissenschaft finden wir das 
Lob, das bei Leonhard Lessius (Leys. 1554—1623) mit den kurzen 
Worten’ ausgesprochen wird: „Pareissimus erat temporis, laboris per- 
tinax“ (3, 624). Bei Francisco Suarez (1548—1617) wird besonders 
hervorgehoben, daß er in gewissenhaftester Ausnutzung seiner Zeit 
jedes unnütze Gespräch vermied und solche Plaudereien „pretiosissimi 
temporis depraedatores“ zu nennen pflegte (3, 379); auch die kleinsten 
sogenannten verlorenen Augenblicke und die Zeit auf notwendigen Reisen 
wußte er für seine Studien nutzbar zu machen. Tommaso Vincenzo 
Moniglia (1686—1767) gestattete deshalb keinem Besucher den Ein- 
tritt in sein Zimmer und wollte lieber den Vorwurf der Unhöflichkeit 
mit in den Kauf nehmen, als seine kostbare Studienzeit verlieren (5, 66). 
Allen gemeinsam ist das Bestreben, die für Erholung der körper- 
lichen Kräfte nötige Zeit möglichst zu beschränken, um mehr Stunden 
für das Studium zu gewinnen. Der große Cesure Baronio (1538 —1607) 
') 4l. Fichet, Arcana studiorum methodus c. 7 p. 16: 
°) Auf die meisten dieser Beispiele: machte mich Professor Her- 
mann van. Laak in Rom zuerst aufmerksam. 
14" 
10*
	        

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Schutz Dem Arbeiter! Bachem, 1890.
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