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Der geistige Arbeiter in der gegenwärtigen Gesellschaft und Geschichtsepoche

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Bibliographic data

fullscreen: Der geistige Arbeiter in der gegenwärtigen Gesellschaft und Geschichtsepoche

Monograph

Identifikator:
168999925X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101130
Document type:
Monograph
Author:
Renner, Karl http://d-nb.info/gnd/118599739
Title:
Der geistige Arbeiter in der gegenwärtigen Gesellschaft und Geschichtsepoche
Place of publication:
Berlin
Publisher:
J. H. W. Dietz Nachfolger
Year of publication:
1926
Scope:
32 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3. Gegenwart
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der geistige Arbeiter in der gegenwärtigen Gesellschaft und Geschichtsepoche
  • Title page
  • 1. Vergangenheit
  • 2. Übergang
  • 3. Gegenwart
  • 4. Zukunft

Full text

B A k 1 N 1 Q Y«tzsct 2 0 Z § 7 
hat sie heute? Die ökonomische Grundlage der geistigen Arbeit 
war der bürgerliche Erwerb. Der bürgerliche Erwerb, der ins- 
besondere bei den freien Berufen alten und neuen Stils, also bei 
dem Anwalt und bei dem Baumeister vorlag, führte direkt zur 
Vermögensbildung. Aber auch dort, wo Gehalt vorlag, war 
das Gehalt nicht das Wesentliche. Das Gehalt war auch nicht 
in erster Linie als Lohn gedacht. Daher kam es, daß z. B. 
geistige Berufe mit hoher Qualifikation manchmal viel weniger 
bezahlt bekamen als ein Arbeiter, weil der Gehalt ja nur einst- 
weilen ein Unterhaltsbeitrag war, ein Vorschuß auf die große 
Zukunft. Darum hat man den richterlichen Beamten, die Ver- 
waltungsbeamten, die in den Dienst eintraten, ein Jahr, zwei 
Jahre, drei Jahre gar nichts bezahlt, und sie haben doch Arbeit 
geleistet. Die Bezahlung war nicht als Lohn empfunden, son- 
dern was man bekam, diente als Beihilfe zur Einrichtung einer 
klein- oder großbürgerlichen Lebensstellung. Man bezahlte in 
späteren Jahren einen hohen Gehalt, den dem Lohn gleichzu- 
stellen auch ökonomisch unrecht gewesen wäre, denn dieses Ge- 
halt war in der Regel ein Gewinnanteil in irgendeiner Form, 
und dieser Gewinnanteil wurde später auch geleistet in der 
Form, daß z. B. der langjährige Direktor, zu dem man Ver- 
trauen hatte, zum Kompagnon oder gar zum Schwiegersohn 
gemacht wurde. Es war also immer ein Beteiligungsverhältnis 
und Gehalt hat etwas anderes geheißen als heute. Heute ist 
Gehalt nur ein schönerer Name für Lohn. Aber Lohn ist eine 
ganz andere ökonomische Kategorie. Es ist ein Äquivalent für 
die schon geleistetete Arbeit, nicht eine Zukunftsanweisung auf 
Begründung einer Lebensstellung, er ist etwas, was man nur 
monatlich bekommt oder —~ nicht bekommt, wenn man außer 
Stellung ist, was aber mit dem Menschenleben als ganzem 
keinen direkten Zusammenhang hat. Freilich hat dieser Lohn 
noch eine Eigentümlichkeit besonders in Industrie und Handel, 
im Bankwesen. Da wird dem Lohn noch oftmals etwas hinzu- 
gefügt, was an die alte Anteilnahme an dem Unternehmen er- 
innert, nämlich eine Tantieme oder mindestens eine Prämie. 
Das sind neue Formen der Anteilsbegründung. Aber der Grund- 
stock ist der Lohn. Damit auch hier wieder die Pyramide ohne 
Übergänge verlaufe, bekommt nun auch der besser qualifizierte 
Lohnarbeiter wenigstens eine Prämie. Die ökonomische Grund- 
lage ist Lohn, also ist der geistige Arbeiter Lohnarbeiter geworden, 
27
	        

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Der Geistige Arbeiter in Der Gegenwärtigen Gesellschaft Und Geschichtsepoche. J. H. W. Dietz Nachfolger, 1926.
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