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Forstwirtschafts-Politik

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Bibliographic data

fullscreen: Forstwirtschafts-Politik

Monograph

Identifikator:
1690009462
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101382
Document type:
Monograph
Author:
Weber, Heinrich http://d-nb.info/gnd/11716383X
Title:
Forstwirtschafts-Politik
Place of publication:
Neudamm
Publisher:
Neumann
Year of publication:
1926
Scope:
X, 324 S
Taf
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster vorbereitender Teil. Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft der Gegenwart
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Forstwirtschafts-Politik
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster vorbereitender Teil. Die deutsche Forst- und Holzwirtschaft der Gegenwart
  • Zweiter Haupt-Teil. Die deutsche Forstwirtschaft
  • Sach-Verzeichnis
  • Namens-Verzeichnis

Full text

Forstbeleihung. 115 
anstalten (ausschließlich der Landschaften) im Jahre 1910/11 befaßten sich 26 überhaupt 
nicht mit der Beleihung von Waldungen; 13 beliehen nur nach dem Bodenwert und 14 
nur Waldungen mit geregelter, nachhaltiger Wirtschaft. ~ Eine grundsätzliche Regelung 
der Waldbeleihung ist nur bei den preußischen Landschaften durchgeführt. Von diesen 
beleihen unter gewissen Bedingungen die ostpreußische, schlesische, die neue pommersche, 
die posensche und die westpreußische und die Landschaft der Provinz Sachsen auch die 
Holzbestände, die anderen Landschaften lassen sich nur auf eine Beleihung des Bodens 
ein. Alle übrigen Kreditanstalten treten an die Waldbeleihung nur von Fall zu Fall heran. 
Die meisten Kreditinstitute lassen sich auf eine Beleihung der Holzbesstände 
deshalb nicht ein, weil ihnen diese als Pfandobjekte nicht sicher genug erscheinen. Die 
Holzbestände ~ so argumentieren sie ~ seien nicht nur einer ganzen Reihe von Gefahren 
durch Naturereignisse (Wind, Schnee, Dürre, Insekten, Pilze, Feuer usw.) ausgesetzt, es 
bestehe auch die Möglichkeit, daß der Waldbesitzer ohne Wisssen der Kreditanstalten starke 
Eingriffe in die Bestände mache. ~ Was die Gefährdung der Bestände durch Natur- 
ereignisse anlangt, so muß man zwar mit ihr rechnen, darf sie aber auch nicht über- 
schäzen. Zunächst ist eine Vernichtung des Holzes nur durch Feuer möglich, die 
Beschädigung durch andere Naturereignisse kann die Holzpflanzen zwar zum Absterben 
bringen, führt aber nicht zu einer Zerstörung der Holzsubstanz, Der Wert jüngerer, 
noch nicht verwertbarer Bestände ist für die Sicherheit der Hypothek mehr oder weniger 
belanglos, die älteren Bestände werden aber niemals vollkommen vernichtet. Überdies 
hat ja der Hypothekengläubiger die Möglichkeit, sich besondere Sicherungen zu verschaffen, 
indem er bei der Fixierung des Beleihungswertes für eine eventuelle Entwertung der 
Holzbestände noch besondere Abzüge macht oder von dem Waldbesitzer eine Versicherung 
seiner Bestände gegen Brandschaden verlangte.. – Was die andere Befürchtung betrifft, 
so ist es zwar richtig, daß sich die B e st än d e des zerstreuten k le inb äu er lich en 
Waldbesitz es zur Beleihung nicht sonderlich eignen, und daß die Kontrolle dieser 
Betriebe sehr schwierig ist!), für g r öß ere Waldungen ist jedoch die Kontrolle 
leicht durchführbar, besonders dann, wenn ein richtiger Wirtsch aft s plan vor- 
handen ist. 
Zur Ausübung der Kontrolle benötigen die Kreditinstitute forst- 
wirtschaftliche Sachverständ ige, die aber nur als Gutachter fungieren und 
mit der Beschaffung der erforderlichen Rechnungsgrundlagen, die meist Sache des Wald- 
bessitzers ist, in der Regel nichts zu tun haben. 
Die Einschäß ung d es Beleihung s wertes. Aus den unter Waldbrand- 
versicherung über die Waldwertschätzung angestellten Erwägungen ergibt sich, daß auch 
bei der Einschätung des Beleihungswertes von dem Abnutzungssatze des jährlichen Nach- 
haltbetriebes ausgegangen werden muß. 
Endres meint, die Bemessung des Waldwertes aus dem Ab nutz ung s s a tz, die 
er nur für Nachhaltsbetriebe angewendet wissen will, möge wohl für einfache Bestands- 
verhältnisse angebracht sein, allgemein und grundsätzlich indes dürfte der Ab nu z ung s - 
î a & kein ausreichend sicherer Wertmesser sein. Denn er sei ja eine variable und zudem 
durchaus nicht so ganz sicher festzustellende Größe. Bei annähernd normalen Wald- 
verhältnissen stünden seiner Feststellung zwar keine allzu großen Schwierigkeiten im Wege, 
!) Eine günstigere Grundlage für die Beleihung dieser Betriebe ließe sich eventuell durch 
deren genossenschaftlichen Zusammenschluß erreichen.
	        

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Forstwirtschafts-Politik. Neumann, 1926.
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