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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

1891 bis 1900 446 000 
1901 „ 1910 8795 000 
1911 ,, 1920 5736000 
Die Beteiligung der einzelnen Nationalitäten an der Einwanderung 
war in den verschiedenen Zeitepochen eine sehr verschiedene. Die 
Einwanderung aus Deutschland erreichte in den Jahren zwischen 
1840 und 1850 zeitweilig fast eine Hälfte der Gesamteinwanderung 
und hielt im ganzen bis gegen 1890 Schritt mit dem Anwachsen der 
Gesamtziffer, die sich damals fast ausschliesslich aus Briten, 
Deutschen, Iren und Skandinaviern, also aus nordischen Völkern 
zusammensetzte. Diese sind heute — um dieses vorweg {iest- 
zuhalten — die soziale Oberschicht im Lande, auch unter der Ar- 
beiterschaft, hauptsächlich das grossbritannisch-deutsche, „indu- 
strietüchtige‘“ Element, etwas weniger die Iren und Schweden, von 
denen die ersteren einen grossen Teil der Hausbediensteten und 
wohl die Mehrzahl der Schutzleute stellen, während die Schweden, 
sogar in zweiter und späterer Generation, vielfach ärmere Farmer 
und Landarbeiter sind und wie die östlichen Einwanderer auch in 
den Ölraffinerien usw. arbeiten. Während das britische Element 
auch die politische Führerschaifit stellt, findet man in leitenden 
Stellungen aller Art in Industrie und Wirtschaft und unter den er- 
folgreichen Farmern auch eine ihrer Gesamtzahl im Lande durch- 
aus entsprechende Anzahl Deutsche. Wo man auch hinkommt, 
sind sie unter den geachteten Bürgern des Landes vertreten und 
leisten Tüchtiges in Industrie und Landwirtschaft. (S. Karte S. 123.) 
Von 1890 an ging die Zahl der Einwanderer aus den genannten 
Ländern stark zurück und mit ihr zunächst die Einwanderung 
überhaupt. Dann setzte in den späteren 90er Jahren eine starke 
Finwanderung ein, die zwischen 1901 und 1910 zu der mächtigen 
Ziffer von 8 795 000 anschwoll. Die neue Einwandererwelle aber 
war anderer Art. Sie brachte neben der nunmehr sehr verminderten 
nordisch-germanischen Einwanderung den grossen Zustrom aus 
dem südlichen und östlichen Europa, und fast der ganze ameri- 
kanische Volksbestandteil an diesen Nationalitäten stammt aus den 
letzten Jahrzehnten. Oft bringen sie mit sich eine sehr geringe 
oder gar keine Schulbildung. Sie haben neben den Negern mit 
22,9 Prozent die grösste Zahl der Analphabeten, nämlich 13,1 Pro- 
zent. Natürlich ist auch ihre Beschäftigung zumeist untergeordneter 
und unqualifizierter Art. Die 135 493 industriellen und landwirt- 
schaftlichen Tagelöhner, die im Jahre 1924 ins Land einwanderten, 
sind nicht zuletzt aus ihren Reihen, desgleichen viele von dem im 
gleichen Jahre eingewanderten Dienstpersonal von 51680 Personen. 
Auch wenn sie in der zweiten Generation nicht mehr zu den An- 
alphabeten zählen, steigen sie doch nicht allzuoft in die Schicht der 
qualifizierten Arbeiterschaft auf. 
108
	        

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Das Hotel- Und Gastgewerbe. Floeder, 1928.
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