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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

mühlen von Tuscumbia (Alabama) beschäftigen Neger in zwölf- 
stündiger Tagesarbeit zu Löhnen von 10 bis 12 Cent pro Stunde. 
Diese Löhne stehen ausser allem Verhältnis zum Landesdurchschnitt. 
Selbst die Stundenlöhne von 20 Cent für die gleiche Negerarbeit, 
die uns aus Tennessee und Georgien bekanntgeworden sind, liegen 
noch weit unter dem Durchschnitt selbst desLohnes des ungelernten 
Industriearbeiters im Nordosten‘). Die beim Baumwollpflücken be- 
schäftigten Negerinnen in Alabama erhalten für hundert Pfund ge- 
pflückter Baumwolle (was reichlich einer Tagesarbeit gleich- 
kommt) 80 bis 100 Cent, also im besten Falle einen Dollar, d.h. 
weniger als den Stundenlohn eines Mechanikers in Chicago oder 
ein Fünftel vom Tagelohn des letzten Arbeiters bei Henry Ford. 
Die Neger und südosteuropäischen Einwanderer stellen ferner die 
unterste Arbeiterschicht in vielen grossen Industrien des Nord- 
ostens. Wir fanden sie und ihre Frauen in den Konservenfabriken 
mit ihren notorisch schlechten Lohnverhältnissen in allen von uns 
bereisten Teilen des Landes wie überhaupt in den Gewerben mit 
Frauenkonkurrenz, ungeregelten Arbeitsbedingungen und grössten- 
teils fehlender Gewerkschaftsorganisation. Dann gibt es ganze 
Berufsarten, wie die der Wagenbediensteten der Eisenbahnen, die 
ausschliesslich den Negern vorbehalten sind, andere sind es zum 
grossen Teil, wie Fahrstuhlführer usw., andere wieder ausschliess- 
lich in einigen Städten, wie der Beruf der Kutscher und Fuhrleute. 
Im Nordosten kann der Neger in den Betrieben zwar auch ge- 
lernte Berufe ausüben, sofern nicht unter der Belegschaft eine 
Gewerkschaft dominiert, die ihn von der Mitgliedschaft ausschliesst. 
Letzteres geht zwar stark zurück, ist jedoch immer noch bei 
manchen Verbänden der Fall, so z.B. auch bei dem grossen Verband 
der Maschinenschlosser. Als Grund der Ausschliessung wurde uns 
dort gesagt, die Organisation der Maschinenschlosser und deren 
Statut seien seinerzeit im Staate Georgien, im Süden, entstanden, 
wo der Neger sogar nur in gesonderten Lokalen, Strassenbahn- und 
Fisenbahnwagen usw. sich aufhalten darf und von Weissen über- 
haupt in jeder Beziehung strikte getrennt wird. Im Staat Ohio, an 
der Grenze zwischen Nord und Süd, wo noch südliche Auffassungen 
vorherrschen, sagte man uns auch in einer unorganisierten 
Maschinenfabrik, dass der Neger dort nicht als gelernter Arbeiter 
tätig sein dürfe. Die Arbeiter würden es zwar dulden, dass er als 
Tagelöhner unter ihnen arbeite, sich jedoch weigern, ihn als eben- 
bürtigen Nebenmann zu dulden. 
In den Schlachthäusern zu Chicago machen die Polen neben den 
Negern den grössten Teil der Arbeiterschaft aus. Polen, Italiener, 
1) 46,9 Cent ist der angebliche Landesdurchschnitt des Stundenlohnes ungelernter Arbeiter, 
Für das Industriegebiet dürfte dies stimmen, jedoch wahrscheinlich nicht für das ganze Land 
bei voller Berücksichtigung des Südens, 
111
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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