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Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

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Bibliographic data

fullscreen: Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel. Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten
  • II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
  • III. Kapitel. Die Gewerkschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten
  • IV. Kapitel. Die Arberterbanken

Full text

Soweit sich übersehen lässt, berührt auch dieses Problem unmit- 
telbar bedeutend weniger das alteingesessene Amerikanertum. als 
vielmehr die Neueingewanderten, deren schlechtbezahlte Erwerbs- 
arten es oft nötig machen, dass die Familienmitglieder mit ver- 
dienen. Ganz bestimmt aber trifft dies zu für die Heimarbeiter, die 
es heute noch in den Grossstädten des Ostens gibt. Wir haben ihre 
Behausungen in den trostlosen Stadtvierteln New Yorks kennen- 
gelernt. Sie arbeiten Putzmacherei allerlei Art, machen Schmuck- 
gegenstände und Spielereien, billige’ Halsbänder, Armbänder usw. 
Wenn die Frau und zwei Kinder von morgens bis abends arbeiten, 
bringen sie es allenfalls auf 1% Dollar oder 1% Dollar im Tage. Ihre 
Wohnung besteht aus zwei Räumen, die in gesundheitlicher und 
ästhetischer Hinsicht der Beschreibung spotten. Nach unserer Er- 
kundigung sind sie so gut wie restlos aus der. neueren Ein- 
wandererschicht. 
Die Frauenarbeit beschränkt sich gewiss nicht auf die ärmere 
Schicht der Neueingewanderten und auf die farbigen Rassen. Im 
Gegenteil: immer mehr Frauen aus den bessergestellten Schichten 
nehmen den Wettbewerb mit dem Manne im Berufsleben auf und 
haben oft genug Stellungen inne, die ihnen mehr einbringen, als der 
Mann im gleichen Berufe durchschnittlich verdient. 
In den niedrigsten Betätigungsarten aber, wo häufig Hunger- 
löhne gezahlt werden, ist wieder die Frau aus den ersten Genera- 
tionen der Neueinwandererschicht geradezu auffallend stark ver- 
treten. Das ergibt sich — ebenso wie der starke Anteil der Kinder- 
arbeit — schon durch den schlechten Verdienst der meisten Männer 
dieser Kategorie. In Chicago arbeiten Frauen ungarischer, italieni- 
scher und slawischer Herkunft in Waschanstalten täglich zehn 
Stunden und sogar länger, um einen Wochenlohn von 10bis 12Dollar 
(was am gleichen Orte ein Dienstmädchen, jedoch bei freier Ver- 
pflegung und Wohnung, erhält!) und manchmal darunter zu ver- 
dienen. Wahrscheinlich ist dies auch in anderen Städten nicht 
besser, sondern eher schlechter, denn im allgemeinen gehören 
sowohl die Organisations- wie die Arbeitsverhältnisse von Chicago, 
und anscheinend vom Staate Illinois überhaupt, zu den besten des 
Landes. Ja, die genannten Arbeiterinnen haben dort gerade zur 
Zeit unseres Aufenthaltes einen erfolgreichen Anfang gemacht, sich 
gewerkschaftlich zusammenzuschliessen, um so ihre Arbeitsbedin- 
gungen zu verbessern. Vielleicht haben sie sich dabei die Arbeite- 
rinnen der Bekleidungsfabrikation zum Vorbild genommen, die vor 
noch nicht langer Zeit in ähnlicher Weise ausgebeutet wurden und 
nunmehr, seitdem sie eine gewerkschaftliche Organisation haben, 
in 44 Wochenstunden in ‚Akkordarbeit (z. B. in Cleveland) bis 
zu 50 Dollar verdienen, ein Lohn, der sich neben dem eines 
119
	        

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Amerikareise Deutscher Gewerkschaftsführer. Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes, 1926.
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